Bergisch Born: Für die Sicherheit auf der Trasse

Polizei in Bergisch Born : Für die Sicherheit auf der Trasse

Bei der gemeinsamen Präventionsaktion der Polizei Wuppertal und der Kollegen des Rheinisch-Bergischen Kreises kamen die Beamten auf der Balkantrasse am Mittwoch mit vielen Menschen ins Gespräch.

Es ist ja gerade bei sonnig warmen Temperaturen immer viel los auf den ehemaligen Bahntrassen im Bergischen Land. Am Wochenende natürlich in weit größerem Ausmaß als unter der Woche. Doch auch am Mittwochvormittag konnten sich die Beamten der Polizei Wuppertal und des Rheinisch-Bergischen Kreises bei der gemeinsamen Präventionsaktion auf der Balkantrasse nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen.

Zwischen 9 und 15 Uhr waren die Beamten der Abteilung Verkehrsunfallprävention und Opferschutz mit einem Stand auf dem beliebten Radweg an der Abzweigung nach Hückeswagen in Bergisch Born präsent. „Die Leute kommen auf uns zu, wir sprechen sie an – die Stelle hier ist wirklich gut, denn es kommen viele Menschen vorbei“, sagte Ulrich Schramm, Polizeihauptkommissar bei der Rheinisch-Bergischen Polizei.

Und in der Tat: Viele Radfahrer waren unterwegs, dazwischen der eine oder andere Jogger, manchmal sogar mit Kinderwagen, dann natürlich Fußgänger sowie Inline-Skater und ab und zu auch ein Radrennfahrer. Da bekam der Satz Schramms gleich seine Berechtigung: „Es geht um das Miteinander und um die gemeinsame Sicherheit“, sagte der Hauptkommissar.

Ein Mann rollte langsam auf den Stand zu. Er bremste neben Schramm ab, legte die Hand zum Gruß an den Fahrradhelm und fragte schmunzelnd: „Guten Tag, Verkehrskontrolle?“ Schramms humorvolle Antwort: „Wenn Sie möchten, kontrolliere ich Sie natürlich.“ Und schon war das Gespräch gefunden, konnte der Polizeihauptkommissar sein Anliegen an den Trassen-Verkehrsteilnehmer bringen. „Es geht uns darum, Präsenz zu zeigen und für ein umsichtiges Miteinander zu sorgen.“ So habe man direkt nach der Einweihung der Balkantrasse vor etwa fünf Jahren die Erfahrung gemacht, dass es zwischen den Fahrradfahrern und den Fußgängern, den Skatern und den Joggern, den Radrennfahrern und den E-Bike-Fahrern regelmäßig Konflikte gegeben habe. „Jeder hat so versucht, seinen Platz zu markieren“, sagte Schramm.

In der Folge habe man versucht, mit der Präventions-Veranstaltung, die in diesem Jahr ebenfalls zum fünften Mal an der Weggabelung stattgefunden hat und zudem noch an anderen Stellen entlang der ehemaligen Bahntrassen stattfinden wird, eine Gelegenheit zu schaffen, zu der die verschiedenen Parteien zusammengebracht werden können. „Das hat auch funktioniert – und das, obwohl die Beliebtheit der Trassen jährlich größer wird“, sagte Schramm. Die Leute seien teils schon lange unterwegs, hatten teils noch lange Wege vor sich – und doch würden sich viele Zeit für eine Tasse Kaffee, eine Banane und einen Wortwechsel mit den Polizeibeamten nehmen.

So wie Gerhard und Christa Schulz aus Wermelskirchen. Das Ehepaar war gerade auf dem Weg nach Lennep. „Wir fahren regelmäßig mit unseren Pedelecs auf der Balkantrasse von Wermelskirchen nach Hückeswagen und dann nach Lennep – sind aber auch schon mal in Richtung Rhein unterwegs“, sagte Gerhard Schulz. Seine Frau befand sich da gerade im angeregten Gespräch mit Polizeihauptkommissar Siegfried Breuer. „Es ist schon sehr viel los hier auf der Trasse, gerade am Wochenende. Aber das kann man ja auch verstehen, die Familien wollen ja mit den Kindern auch raus in die Natur“, sagte Christa Schulz.

Breuer sprach noch eine Weile mit dem Ehepaar, dann verabschiedete man sich freundlich. „Wir fahren jetzt erst einmal nach Lennep, dort kehren wir ein. Und dann geht es zurück nach Wermelskirchen“, sagte Gerhard Schulz und stieg auf sein Fahrrad. „Es ist ganz einfach, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, man hat sofort ein Thema, und dann kommt man auch gleich zu den Themen Sicherheit und Prävention“, sagte Breuer. Sein Kollege Schramm ergänzte: „Ja, es geht zum Beispiel um Fahrradhelme, die ja keine Pflicht sind, aber doch vor schweren Verletzungen schützen können.“ Auch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse gerade auf der oft schattigen Trasse kamen zu Wort.

„Wir wollen informieren, bevor Probleme entstehen“, sagte Schramm. Und dann musste er sich gemeinsam mit seinen Kollegen schon wieder den nächsten Neuankömmlingen zuwenden. Denn auch wenn es ein Mittwochvormittag war – in den Sommerferien ist auf der Trasse jede Menge Betrieb.

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