Chorleiter Manuela Leven: Bei Kindheitsliebe Akkordeon geblieben

Chorleiter Manuela Leven: Bei Kindheitsliebe Akkordeon geblieben

Manuela Leven hat mit sechs Jahren angefangen, auf dem Akkordeon zu spielen. Die musikalische Leitung der vor 40 Jahren in Radevormwald gegründeten Harmonika Band hat sie bereits vor 32 Jahren übernommen.

Radevormwald Eigentlich hat Manuela Leven nur in der Hoffnung auf eine Laufpuppe angefangen, Akkordeon zu spielen. "Meine Eltern haben mich überzeugt und mir die Puppe meiner Wünsche in Aussicht gestellt. Über diese Abmachung bin ich zu meiner Leidenschaft gekommen", sagt die Berufsmusikerin, die in Radevormwald geboren und in Remscheid-Lennep aufgewachsen ist.

In ihrer Heimatstadt ist sie nicht nur als Musiklehrerin, sondern auch als Dirigentin und musikalische Leiterin der Harmonika-Band bekannt, mit der sie in den vergangenen Jahren viele Erfolge feierte. Als die Band 1978 gegründet wurde, war Manuela Leven elf Jahre alt und Gründungsmitglied. "Damals konnte ich schon sehr gut Akkordeon spielen. Ich habe viele Wettbewerbe gespielt und war Deutsche Meisterin auf Landesebene."

Im Alter von zwölf Jahren hat sie dann das Klavier für sich entdeckt und sich ein zweites Instrument angeeignet. Früh wurde der Musikerin klar, dass sie ihre Leidenschaft und ihr Talent zum Beruf machen möchte. Mit 17 Jahren wurde sie zur ersten Jungstudentin an der Bergischen Universität Wuppertal für das Fach Akkordeon und gab in diesem Alter bereits Unterricht an der Radevormwalder Musikschule. Vier Jahre später startete sie als freiberufliche Diplom-Musikpädagogin durch. "Ich wollte nicht nur mit Musik arbeiten, sondern auch immer mit Kindern, das war und ist mir wichtig."

Diese Ader spürt man auch in der Aufstellung der Harmonika Band, denn dort spielen Erwachsene und Kinder eng zusammen, der Nachwuchs wird unterstützt und ernst genommen. Über Nachwuchsprobleme kann das Orchester deswegen nicht klagen. "Wir bilden unseren Nachwuchs selber aus und finden ihn über den Akkordeon-Kreis der Musikschule. Unser gemeinsames Probenwochenende und die Konzerte schweißen zusammen", sagt Manuela Leven. Als sie die Leitung des Akkordeon-Orchesters 1986 übernahm, veränderte sie das Repertoire und sorgt jährlich dafür, dass sich das Programm erweitert. Das liegt nicht nur an der Entwicklung der Akkordeon-Literatur. "Ich habe schon selber Stücke für unsere Band arrangiert und bin immer daran interessiert, Neues auszuprobieren." In diesem Jahr spielt die Harmonika Band zum ersten Mal ein gemeinsames Konzert mit der Coverband "On its own", die auch das diesjährige Probenwochenende begleitet hat. Nach dem Konzert, das am 3. März um 17 Uhr im Bürgerhaus startet, gibt es eine große Party mit Livemusik. Das Konzept ist für die Harmonika Band neu. "Wir hoffen, dass das Angebot angenommen wird und freuen uns sehr auf diesen Samstag." Neben ihrem Einsatz für die Harmonika Band ist Manuela Leven momentan Musiklehrerin an der Musikschule an der Ruhr. Seit 2000 arbeitet sie mit Kleinkindern und Kindern im Grundschulalter zusammen und lebt damit ihren beruflichen Traum. Stillstand gibt es bei der Radevormwalderin nicht.

Vor fünf Jahren hat sie sich auch zur Rhythmikerin weitergebildet. Das zweijährige Aufbaustudium hat ihr neue Möglichkeiten eröffnet. Der Dienstagabend ist aber weiterhin fest für die Harmonika Band verplant, denn ohne regelmäßigen Proben könnte die Band ihr hohes musikalisches Niveau nicht halten.

(trei)