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Bebauungsplan für Karthausen wird erneut öffentlich ausgelegt

Geplantes Neubaugebiet in Radevormwald : Bebauungsplan für Karthausen wird erneut öffentlich ausgelegt

Mit Mehrheit hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt entschieden, den Bebauungsplan erneut öffentlich auszulegen – nachdem zuvor Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange sowie Nachbargemeinden ihre Stellungnahmen abgegeben hatten.

Wann für das Neubaugebiet in Karthausen endlich die ersten Bagger rollen, steht noch nicht fest. Mit Mehrheit hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt entschieden, den Bebauungsplan erneut öffentlich auszulegen – nachdem zuvor Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange sowie Nachbargemeinden ihre Stellungnahmen abgegeben hatten.

Zu einem Beschluss kam es nur deshalb, weil zuvor ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen auf Vertagung der Entscheidung gescheitert war. Bei der Abstimmung gab es ein 7:7, damit war der Antrag abgelehnt. Die Grünen hatten ihn gestellt, weil die Antworten der Stadt auf einige Fragen der Fraktion für sie nicht zufriedenstellend und ausreichend waren. Hauptkritikpunkt: Den Grünen fehlte die Stellungnahme des Wupperverbandes zu dem Bebauungsplan. Das sollte zumindest für die zweite Auslage erfolgen, forderte Grünen-Fraktionsmitglied Bernd Bornewasser. Doch laut Beschlussentwurf sind Stellungnahmen nur noch für die im Vergleich zum ersten Entwurf geänderten Teile möglich. Daraufhin kündigte Bornewasser an, den Sachverhalt eventuell durch die Kommunalaufsicht prüfen zu lassen.

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Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes, erläuterte, dass der Wupperverband nicht offiziell beteiligt gewesen sei, weil er nur bei den entwässerungsrechtlichen Belangen betroffen sei, nicht aber beim B-Plan. „Es hat Absprachen mit dem Wupperverband gegeben, außerdem zwei bis drei Ortstermine, bei denen über die Entwässerung in Karthausen gesprochen wurde“, sagte Klein.

Die Stadt ergänzte nach kurzer Unterbrechung der Sitzung zur Beratung der Fraktionen den Beschlussentwurf um den Passus, dass der Wupperverband um eine Stellungnahme zum B-Plan gebeten wird. Das änderte aber nichts an der ablehnenden Haltung der Grünen.

Zu Beginn der Sitzung zeigte sich Bernd-Eric Hoffmann (UWG) verwundert darüber, dass in der Stellungnahme der Stadtwerke Hinweise auf die Internetversorgung in Karthausen fehlen. „Wir fänden es gut, wenn dort ein modernes Glasfasernetz, idealerweise von den Stadtwerken, verlegt wird“, sagte er. Das werde die UWG auch noch in einem Antrag formulieren. Außerdem werde man das Thema im Aufsichtsrat ansprechen, schließlich gehe es um die Erschließung neuer Geschäftsgebiete. Der Ausschussvorsitzende Jürgen Fischer (CDU) verwies darauf, dass dies nicht relevant für den B-Plan sei, sondern für die Erschließung des Neubaugebietes.