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Bauen in Radevormwald: Straßen- und Kanalerschließung für Karthausen

Neubaugebiet in Radevormwald : Straßen- und Kanalerschließung für Karthausen

Die Entwicklung des Kanalnetzes im Neubaugebiet Karthausen in Radevormwald ist aufgrund der Topografie anspruchsvoll und berücksichtigt hohe Sicherheitsfaktoren.

Mitarbeiter der Obermeyer Gruppe gaben im Bauausschuss Einblicke in die verkehrliche und abwassertechnische Erschließung des Neubaugebietes Karthausen. Die Haupterschließungsstraße des Neubaugebietes führt direkt in den ersten Bauabschnitt und wird von Bäumen sowie längs verlaufenden Parkbuchten gesäumt. Diese Elemente sollen zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung innerhalb des Quartiers führen, das über die Landstraße L 81 erschlossen werden soll, die von der Bundesstraße B 229 abgeht.

Die Entwicklung des Kanalnetzes ist aufgrund der Topografie des Gebietes anspruchsvoll und berücksichtigt hohe Sicherheitsfaktoren, die über die gesetzlichen Ansprüche hinaus gehen, um Kanalsystem und Rückhaltebecken auch für Starkregenereignisse zu wappnen. Für das Neubaugebiet haben sich die Planer für ein Trennsystem von Schmutz- und Regenwasser entschieden. Ein besonderes Augenmerk sei bei der Planung auf die Hofanlage gelegt worden, die gegenüber des Neubaugebietes liegt. Sie sei besonders schützenswert. Da es sich bei der Fläche in Karthausen um ein Gebiet auf nicht versickerungsfähigem Boden handele, müsse das Regenrückhaltebecken besonders großzügig geplant werden. Das Regenwasser soll in der erlaubten Menge in den Karthausener Bach geleitet werden, wird davor aber gereinigt.

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Die Verwaltung ist durch die Mitglieder des Bauausschusses beauftragt worden, gemäß den vorgestellten Planungen die verkehrliche und abwassertechnische Erschließung des ersten Bauabschnittes des Neubaugebietes Karthausen öffentlich auszuschreiben, zu vergeben und die Maßnahme durchzuführen. Der Beschluss wurde mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen. Auf Grundlage des bereits vorgestellten Bebauungsplanes wurden die Planungen für den Straßenbau und der Entwässerung, die am Dienstag vorgestellt wurden, erstellt. Nils Paas (SPD) kritisierte, dass die aktuellen Pläne der abwassertechnischen Erschließung nicht vor dem Ausschuss für die Fraktionsmitglieder einzusehen waren. „Das Regenrückhaltebecken liegt jetzt an einer völlig anderen Stelle. Darüber hätten wir in der Fraktion vor dem Beschluss beraten wollen“, sagte der Kommunalpolitiker. Nach den aktuellen Planungen liegt das unterirdische Regenrückhaltebecken im zweiten Bauabschnitt, gegenüber der alten Hofschaft. Zu sehen sein wird das Becken, wenn es fertiggestellt ist, nicht.

Auf Grundlage des Bebauungsplanes werden schließlich die Ausführungsplanungen und die Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibungen vorbereitet. Der endgültige Straßenendausbau soll in Karthausen ab dem Jahr 2023 erfolgen. Die aktuelle Kostenberechnungen für den Straßenbau liegen bei 2,5 Millionen Euro und die für die Entwässerung bei 5,5 Millionen Euro.