Radevormwald: Bald Internet für 100 Wupper-Haushalte

Radevormwald: Bald Internet für 100 Wupper-Haushalte

Zu einer Bürgerversammlung hat der Bürgerverein für die Wupperorte zum Feuerwehrgerätehaus nach Herkingrade eingeladen. Es kamen mehr Besucher als erwartet. Weitere Häuser erhalten in diesem Sommer schnelleres Internet.

Die Summe steht fest und wird nicht mehr verändert. Das Tiefbauunternehmen machte am Freitag in Herkingrade deutlich, dass die Kalkulation für noch 13 Häuser von der Wülfingstraße bis zur Abzweigung Hermann-Löns-Weg am Wasserbehälter um Plan ist. Für einen Betrag von 535 Euro können die Anlieger an das Breitband für ein schnelleres Internet- und Telefonsystem von Unitymedia angeschlossen werden.

"Bekommen wir 13 Häuser zusammen, dann kann ich über eine Erweiterung der Tiefbauarbeiten bis nach Oberdahl nachdenken und kalkulieren", machte der Tiefbauer deutlich. Dieses Angebot sei Bestandteil der vom Land finanziell geförderten Gesamtkalkulation, die über vier Bauabschnitte führe, erläuterte Rainer Meskendahl, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Er stellte sich den Fragen und Sorgen der Bürger. Mehr als 70 waren gekommen, um sich über den aktuellen Stand des Breitbandsprojektes zu informieren. Neben Meskendahl und dem Tiefbauer waren auch Vertreter von Unitymedia da. Gemeinsam verkündeten sie, dass der Abschnitt Wülfingstraße vor der Fertigstellung stehe und der zweite Abschnitt Brede nicht etwa acht Wochen dauere.

Für den Abschnitt Kolpingstraße seien Arbeiten für Juli/August geplant, für den Abschnitt Heimeke die Monate September und Oktober. "Von den 11 009 Haushalten in Rade sind derzeit 8651 mit Breitband versorgt. Jetzt kommen 100 Haushalte der Wupperorte hinzu", sagte Reinhard Winter von Unitymedia. Die Frage, wie viel Haushalte aus den Wupperorten vorerst unversorgt sind, blieb offen. Hier versprach Meskendahl in Kürze Zahlen vorlegen zu können. "Es gibt Haushalte, die über einen anderen Weg ans Internet angeschlossen sind. Das macht eine Statistik nicht leicht", sagte er. Aus den Reihen der Bürger kam auch Kritik, dass es das Breitband zu unterschiedlichen Preisen gebe. Hierzu erklärte Meskendahl die Finanzierung der Abschnitte und wie Differenzen zum Teil durch unterschiedliche bauliche Gegebenheiten zustande kommen. Die Bürger konnten in der Pause Kontakt mit den Unitymedia aufnehmen.

Nachdem die Gäste von der Feuerwehr mit Grillwürstchen versorgt waren, standen die Überschwemmungsschäden in den Wupperorten zur Debatte. Hier zeigte sich, dass viele Anwohner aus unterschiedlichen Ortslagen betroffen sind. Selbst aus der hoch gelegenen Kolpingstraße wurden schwere Schäden gemeldet. Aufgeworfen haben Besucher die Frage nach der Größe der Mischwasserrohre. Hier bot Meskendahl, gebürtiger Wupperaner an, sich mit dem Tiefbauamt in Verbindung zu setzten, um gezielt informieren zu können. Rolf Schäfer (CDU) erklärte, dass Hauseigentümer ihre Anschlüsse vorsorglich mit Rückschlagventile ausstatten sollten. "Bauliche Veränderungen am Kanalsystem würden für die Anwohner mit deutlich höheren Kosten verbunden", sagte Schäfer.

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Herbert Moeselaken, Vorsitzender des Bürgervereins, warb um Mithilfe bei der Pflege der Wupperaue und informierte über den Geschichtsweg. "Wir haben die Stelen von Rolf Heinz bekommen und können diese bald aufstellen", sagte er. Sie sollen mit Hinweistafeln über Geschichtliches erzählen. Fragen zur Pflege oder Nutzung der "Wupperwiese" in Dahlerau beantwortete Rolf Schäfer. "Es handelt sich hier um ein europäisches Naturschutzgebiet. Es darf nicht gemäht werden. Die Wiese muss Wiese bleiben, so wie sie derzeit ist", sagte Schäfer.

Michael Ruhland stellte einen neuen Flyer des Vereins "Runder Tisch gegen Rechts" vor und berichtete kurz von Festnahmen und Gerichtsverfahren von Rader Neonazis. Gleichzeitig mahnte Ruhland weiterhin zu Wachsamkeit.

Letztlich sprach die Versammlung auch den großen Leerstand am Wuppermarkt an. Angeregt worden sind erneute Gespräche mit dem Eigentümer.

(sig)
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