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Badesaison in Radevormwald: DLRG rechnet mit Andrang an Bever-Talsperre

Badesaison in Radevormwald : DLRG rechnet mit starker Badesaison an der Talsperre

Die DLRG-Ortsgruppe in Radevormwald bereitet die Rettungswache an der Bever-Talsperre auf die anstehende Badesaison vor. Ansonsten sind noch viele Fragen offen: Die Schwimmausbildung ist noch pausiert.

Seit Mitte März, kurz nach den Ortsmeisterschaften, ist die komplette Schwimmausbildung der DLRG Radevormwald aufgrund der Corona-Krise pausiert. Für die Ehrenamtler der Ortsgruppe gab es trotzdem Einiges zu tun, denn sie haben die Zeit genutzt, um die Rettungswache an der Bever-Talsperre auf die Saison vorzubereiten. Roger Bonekämper, Erster Vorsitzende der DLRG Radevormwald, rechnet mit einer starken Badesaison an der Talsperre, sobald die Wassertemperatur gestiegen ist. „Viele Menschen werden dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren, sondern ihre freie Zeit in der Heimat verbringen. An die Bever-Talsperre kommen außerdem Besucher aus den umliegenden Ballungsräumen“, sagt er.

Die Saison an der Talsperre startet offiziell im April. Der Betrieb von Seglern und Anglern war aber in diesem Frühjahr ruhig. „Die Menschen waren aufgrund der Pandemie verunsichert und haben diese Freizeitaktivitäten nicht so intensiv ausgelebt, wie in anderen Jahren.“ Roger Bonekämper hat die ruhigen Wochen zusammen mit dem Team der Rettungswache für Reparaturen genutzt. Das gesamte Equipment der Rettungswache sowie das Rettungsboot sind in einem idealen Zustand und warten auf den Andrang der Badegäste in einigen Wochen. „Diese Wartungsarbeiten machen wir normalerweise in unserer Winterpause. In diesem Frühjahr hatten wir Zeit für Arbeiten, die sonst warten müssen“, sagt Bonekämper.

Die Rettungswache an der Bever-Talsperre wird in dieser Saison von Lukas Ebbinghaus geleitet. Er und seine Unterstützer müssen bei den kommenden Einsätzen auf die Abstandsregelung achten und werden Mund-Nasenschutz sowie Handschuhe tragen. „Wir wollen uns, die Badegäste und Wassersportler so gut wie möglich schützen. Normalerweise gehört der persönliche Kontakt zu den Badegästen zu unserer Arbeit. Durch die persönliche Ansprache können wir Nähe aufbauen und besser agieren. Diese Nähe fällt in diesem Sommer aus und wir müssen mit einem großen Abstand versuchen, um die Einhaltung der Baderegeln zu bitten“, sagt Roger Bonekämper.

Bei der Rettung von Personen oder der Ersthilfe bei Verletzungen kann der Mindestabstand natürlich nicht eingehalten werden. „Die Schutzausrüstung ist deswegen unser ständiger Begleiter. Wir stehen im engen Kontakt mit der DLRG Oberberg und dem Landesverband Nordrhein, die uns über neueste Entwicklungen informieren“, sagt der Vorsitzende der Ortsgruppe. Roger Bonekämper vermutet, dass Fußstreifen des Ordnungsamtes an der Bever-Talsperre die Einhaltung der Abstandsregelungen und große Gruppenansammlungen kontrollieren werden, denn einen Platzverweis können die Ehrenamtler der DLRG nicht aussprechen.

 Ein Rettungsboot der DLRG bei einem ATV-Triathlon.
Ein Rettungsboot der DLRG bei einem ATV-Triathlon. Foto: Nico Hertgen

Die DLRG hofft auf eine ruhige und friedliche Badesaison. „Wenn sich alle an die Baderegeln halten und große Gruppen vermeiden, zu kommen, kann eigentlich nichts schief gehen“, sagt Bonekämper.

Wann die Schwimmausbildung weitergehen kann, weiss er noch nicht. Denn auch, wenn Hallenbäder wieder geöffnet sind, steht die DLRG vor Fragen. „Bei der Schwimmausbildung arbeiten wir nah am Körper und können den Mindestabstand nicht einhalten. Ich hoffe, dass wir nach den Sommerferien eine Lösung gefunden haben“, sagt Roger Bonekämper. Die Schwimmausbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene der DLRG ist in Radevormwald sehr nachgefragt und oft ausgebucht. Für die Ehrenamtler und die Teilnehmer ist die aktuelle Situation eine Herausforderung und bedeutet für die Ortsgruppe auch finanzielle Einbußen.