Radevormwald: Azubis beraten beim Tag der Ausbildung

Radevormwald: Azubis beraten beim Tag der Ausbildung

Zahlreiche Unternehmen öffnen am 30. Mai wieder ihre Türen oder präsentieren ihre Ausbildungsangebote auf der Messe in der GGS Stadt. Schüler sollten diese Chance mit ihren Eltern nutzen - auch für Praktika oder Ferienarbeit.

Die Zeit vor den Sommerferien ist die richtige, um sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Das sagt Torsten Stemmermann, Personalleiter bei GKN Sinter Metals. Dort warb er gestern zusammen mit GKN-Ausbildungsleiter Guido Wendland und Michael Scholz vom RUN-Arbeitskreis für den Besuch beim "Tag der Ausbildung" am Samstag, 30. Mai, von 10 bis 15 Uhr. Ausgerichtet wird die Veranstaltung zum vierten Mal vom Unternehmer-Netzwerk RUN.

Beispiele, wie man eine Ausbildungsstelle findet, sind Denis Cok und Oliver Schenk. Denis Cok wird Werkzeugmechaniker und ist über Ferienarbeit bei GKN in Krebsöge gelandet. Inzwischen geht er sogar zur Hauptschule, um als Azubi dort aus der Praxis zu unterrichten und die Schüler mehr in Augenhöhe zu informieren. Auszubildende sind beim "Tag der Ausbildung" deshalb auch ein wichtiger Faktor, weil Schüler über die jungen Leute den Weg zum Praktikum, zur Ferienarbeit, zum Probearbeiten und damit auch zu einer Lehrstelle finden können. Die Älteren stehen im Hintergrund und helfen bei Bedarf. "Jugendliche sollten mit ihren Eltern kommen", betont Guido Wendland.

Über eine solche Messe in Köln ist Oliver Schenk zu GKN gekommen. Der Düsseldorfer, der heute an der Uni Wuppertal wohnt, hat bei der Kölner Messer die Adresse von GKN erhalten. Jetzt schließt er gerade erfolgreich die Lehre ab, parallel absolviert er als duale Ausbildung ein Maschinenbau-Studium.

Isabell Benkert war bei GKN die erste duale Azubi-Studentin. Sie hat inzwischen ihren Bachelor gemacht und studiert neben der Arbeit bei GKN, um den Master-Abschluss zu schaffen, berichtete der GKN-Personalleiter. Das Gespräch kann zu einem weiteren Effekt führen, wirbt Guido Wendland. Im vergangenen Jahr sprach ihn ein Schüler auf eine Lehrstelle an. Die Zeugnisse waren nicht entsprechend. "Ich habe ihm gesagt, dass sich da was ändern muss", sagt Wendland. Das Halbjahreszeugnis sei vielversprechender gewesen. Jetzt warte er auf das Abschlusszeugnis.

  • Kommentar : Jugend und Eltern sind gefragt

"Passt dies, und da gehe ich von aus, hat er die Lehrstelle ab Sommer", sagt Wendland, der aber natürlich betont, dass neben dem Zeugnis auch der Wille, die Teamfähigkeit und die richtige Präsentation der Person eine wichtige Rolle spielen.

In der kommenden Woche werden Auszubildende Rader Unternehmen die Schulen besuchen, um für den "Tag der Ausbildung" zu werben. "Wir machen das zum zweiten Mal", sagt Michael Scholz. Verteilt wird zusätzlich ein Heft mit weiteren Informationen. "Wir haben es wieder geschafft, über zahlreiche Ausbildungsberufe informieren zu können. Über die Arbeitsagentur und deren Computersystem wird es auch möglich sein, Zugriff auf freie Lehrstellen für diesen Sommer zu bekommen", sagt Scholz. Guido Wendland nimmt auch die Angst, eine Lehre nicht zu schaffen. "Wir zum Beispiel lernen im Team. Starke Azubis unterstützen die schwächeren", sagt er. Natürlich spiele dabei auch der Einsatz des Jugendlichen eine Rolle.

Präsentieren werden sich mit Turck und den Wuppertaler Stadtwerken auch zwei Unternehmen aus der Nachbarschaft und erstmals Schleuniger aus dem Gewerbegebiet Mermbach. "Turck hat zahlreiche Mitarbeiter aus Rade", sagt Michael Scholz. Für die sozialen Berufe haben sich die Anbieter zusammengeschlossen und präsentieren die Angebote am Stand des Pflegearbeitskreises.

(RP)