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Autohäuser in Radevormwald melden stärkeres Interesse an E-Autos

Autohandel in Radevormwald : Steigendes Interesse an E-Autos in Rade

Die Autohäuser in Radevormwald verzeichnen ein steigendes Interesse an Elektrofahrzeugen. Der Absatz muss noch wachsen.

Seit Anfang des Jahres ist das Interesse und die konkrete Nachfrage für Elektroautos gestiegen. Das bestätigen auch die Mitarbeiter in Autohäusern in Radevormwald. Dass sich mehr Kunden für Elektroautos interessieren, liegt daran, dass der Umweltbonus bis Ende 2025 verlängert wird und es möglich ist, einen Zuschuss von bis zu 6000 Euro für Elektroautos und Plug-in-Hybride zu erhalten. Im Februar stimmte die EU-Kommission für diese Erhöhung der Förderungsmaßnahmen. „Nachdem die Förderung hochgesetzt wurde, haben wir deutlich mehr Kunden, die Interesse an Elektrofahrzeugen zeigen“, sagt Dennis Kleinschmidt vom Autohaus Kleinschmidt. Er ist im Verkauf tätig und berät täglich Kunden, die sich für Elektroautos interessieren. „Unsere Kunden sind sehr gut über die Prämien informiert und haben sich mit den Förderungsmöglichkeiten auseinandergesetzt“, sagt er.

Das Autohaus Kleinschmidt hat zwei reine Elektroautos im Verkauf sowie einen Plug-in-Hybriden. Fragen stellen die Kunden nicht nur zu der Finanzierung, sondern auch zu dem Aufladen der Elektroautos, den nötigen Anschlüssen und der Infrastruktur der Ladestationen. „Da es verschiedene Stecksysteme für die Aufladung gibt, gehen die Fragen oft in diese Richtung“, sagt Dennis Kleinschmidt. Das bestätigt auch Philip Holzmann, Prokurist des Autohaus Schmale in Radevormwald. Die Technik rund um die Elektroautos wirft bei seinen Kunden noch einige Fragen auf. Die Unsicherheiten vor einem Kauf drehen sich in erster Linie um die Reichweite der Fahrzeuge sowie um die Infrastruktur der Ladestationen. „Die Menschen sorgen sich darum, dass sie nicht am Ziel ankommen, weil sie zum Beispiel keine Ladestation finden oder die Reichweite nicht ausreicht. Wir können allerdings gut gegen diese Sorgen argumentieren“, sagt Philip Holzmann.

Im Autohaus Schmale werden den Kunden Möglichkeiten vorgestellt, wie man Lade-Pannen verhindert und mit seinem Elektroauto sicher ans Ziel kommt. „Wir geben einen Überblick über die Infrastruktur der Ladestationen und erklären unseren Kunden Techniken, die eine frühzeitige Reservierung von Ladestationen nötig machen. Das geht alles über das Smartphone.“

Philip Holzmann hat beobachtet, dass sich in erster Linie ältere Menschen für Elektroautos interessieren. „Junge Menschen interessieren sich auch für die neue Technik, aber da fehlt meistens das nötige Kleingeld. Die Anschaffungskosten schrecken junge Menschen leider noch oft ab. Das Interesse ist da, aber der tatsächliche Verkauf könnte größer sein.“ Das Autohaus Schmale hat ein Elektroauto im Sortiment sowie einen Hybrid.

Dirk Mikoteit, Geschäftsführer des Autohaus Wiluda in Radevormwald, sieht Entwicklungspotential bei dem Absatz von Elektroautos und Hybriden. „Ja, die Nachfrage ist gestiegen, aber die tatsächliche Anschaffung ist für die Kunden eine andere Frage. Sie tasten sich langsam an die neuen Techniken heran und machen kleine Schritte in Richtung Zukunft“, sagt Mikoteit.

Besonders großes Interesse besteht deswegen an sogenannten Mild-Hybriden, die eigentlich komplett mit einem Benzinmotor fahren, aber eine kleine elektronische Unterstützung haben. „Diese elektronische Unterstützung überbrückt zum Beispiel schwache Momente der Beschleunigung, das ist eine smarte Angelegenheit.“

Dirk Mikoteit bietet in seinem Autohaus bereits zahlreiche Modelle, die voll-oder teilelektronisch angetrieben werden und freut sich auf weitere Modelle, die noch dieses Jahr in sein Autohaus kommen werden. „Der Trend zieht langsam an, das gilt besonders für Plug-in-Hybride“, sagt er.