Radevormwald: August Kuhl verlässt die Stadtwerke

Radevormwald : August Kuhl verlässt die Stadtwerke

Spätestens zum 31. Dezember dieses Jahres wird es einen Wechsel an der Spitze der Stadtwerke Radevormwald GmbH (SWR.) geben. August Kuhl verlässt die SWR. spätestens zum 31. Dezember. Das geht aus einer Presseerklärung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dietmar Busch hervor, die die BM gestern am späten Nachmittag erreichte.

SWR. und Umbau "life-ness"

Kuhl (54/Ingenieur der Fachrichtung Versorgungstechnik) war 2002 von den Stadtwerken Düsseldorf nach Radevormwald gekommen. Er war vor dem Wechsel für die technische Betriebsführung der Stadtwerke Haan verantwortlich und löste Interims-Geschäftsführer Ernst Halbach ab.

In der Bergstadt war Kuhl zunächst für die Belange der SWR. zuständig, bevor er im Dezember 2004 die Leitung des Freizeitbades "aqua fun" übernahm. In seine Amtszeit fielen die Gründung der Bäder GmbH und die Begründung des steuerlichen Querverbundes zwischen Bad und Stadtwerke. Nachdem Kuhl als Bad-Verantwortlicher die Alternativen aufzeigte (Schließung oder Umbau), begann die von zahlreichen Turbulenzen begleitete Umstrukturierung mit dem Umbau zum Freizeit-Center "life-ness". Die Bausumme für die abgespeckte Version lag um etwa zwei Millionen Euro höher als vorher veranschlagt. Vom Posten des Bäder-Geschäftsführers wurde Kuhl nach Bekanntwerden der Nichteröffnung im Oktober 2008 Anfang Dezember mit sofortiger Wirkung abgerufen.

Seit diesem Zeitpunkt kümmerte sich Kuhl wieder ausschließlich um die Belange der Stadtwerke. Im vergangenen Jahr war er maßgeblich daran beteiligt, dass der Gesellschaftsvertrag mit dem großen Partner RWE verlängert wurde.

Nachfolge noch offen

Kuhl wechselt, so geht aus der Erklärung hervor, zu den Netzpartnern, einer strategischen Kooperation von mehr als 70 Energieversorgungsunternehmen, zu der auch die SWR. gehört. Kuhl tritt die Nachfolge des ausscheidenden Geschäftsführers Ekkehard Friedrich an. "August Kuhl hat seine Aufgabe mit Bravour gemeistert", schreibt Busch. Er habe Verständnis, dass er eine neue Herausforderung sucht.

Zur Nachfolgereglung schreibt der Aufsichtsratsvorsitzende, dass nach dem Willen des Aufsichtsrates sehr sorgfältig gesucht werden soll. Darüber würden die Stadtwerke-Gremien jetzt sehr intensiv beraten. Gesucht werde eine Persönlichkeit, die zum Unternehmen und zur Stadt passt.

(RP)
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