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Auf Distanz-Kontrollen in Radevormwald vorbereitet

15-km-Regel in Radevormwald : Auf Distanz-Kontrollen vorbereitet

Unternehmen wie Gira bieten Mitarbeitern, die von weit anreisen, Bescheinigungen.

Mit der Einführung der 15-Kilometer-Regel im Oberbergischen Kreis müssen sich Berufstätige und andere Personen, die über diese Distanz hinaus anreisen, auf Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt einstellen. Aus diesem Grund stellen Unternehmen für ihre Mitarbeiter schriftliche Bestätigungen aus.

Jan Böttcher, Leiter der Unternehmenskommunikation des Gebäudetechnik-Spezialisten Gira, erklärt dazu: „Pauschale Bescheinigungen stellen wir nicht aus.“ Wenn ein Mitarbeiter von den Allgemeinverfügungen betroffen sei, könne er sich jedoch ganz unkompliziert bei der Personalabteilung melden, dann werde ihm eine solche Bescheinigung ausgestellt. Probleme damit habe es bislang nicht gegeben. „Alle Mitarbeiter wurden darüber informiert“, erklärt Böttcher. Denn das Einzugsgebiet der Belegschaft sei durchaus groß.

Auch die Anreise zur Schule und zur Kita ist weiterhin erlaubt, selbst wenn die 15 Kilometer überschritten sind. Was entsprechende Bescheinigungen für Eltern angeht, die ihre Kinder zu der jeweiligen Einrichtung bringen, so spreche man sich mit den Schulen zu diesem Thema ab, erklärt Jürgen Funke, Leiter des Radevormwalder Schulamtes. Betroffene Eltern sollten sich in diesem Fall am besten an die jeweiligen Sekretariate der Schulen wenden.

Die 15-Kilometer-Regel gilt seit Dienstag. Sie besagt, dass Einwohner von Radevormwald sich nicht weiter als 15 Kilometer außerhalb des Kreises bewegen dürfen, gerechnet von der Grenze der Stadt aus. Innerhalb des Kreises können sich alle Bürger frei bewegen. Diese Regelung gilt aber nur für jene, die wegen einer reinen Freizeitaktivität unterwegs sind. Fahrten mit triftigen Gründen sind jedoch weiterhin erlaubt.

Das Ordnungsamt in Radevormwald hat angekündigt, in den nächsten Tagen die neuen Regeln stichprobenartig zu kontrollieren. Allerdings können die Mitarbeiter der Behörde keine Fahrzeuge anhalten, dies liegt in der Zuständigkeit der oberbergischen Polizei. Mehr zu den Regelungen finden Interessierte unter www.obk.de/coronavirus