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Auch Demonstranten aus Oberberg bei Kölner Klimaschutz-Demo

Politik im Oberbergischen Kreis : Auch Delegation aus Oberberg bei Klima-Protesten in Köln dabei

Am Freitag wurden weltweit die Demonstrationen unter dem Motto „Fridays for Future“ für eine neue Klimapolitik fortgesetzt. Auch eine Delegation aus dem Oberbergischen Kreis nahm an den Protesten in Köln teil.

Weltweit sind am vergangenen Freitag Hunderttausende Menschen für eine konsequentere Klimaschutzpolitik auf die Straße gegangen. Da wollten auch Klimaschützer aus dem Oberbergischen Kreis nicht zurückstehen. Eine große Gruppe engagierter Bürger der Region hat sich an der Demonstration von „Fridays for Future“ in Köln beteiligt.

Der Kreisverband von Bündnis 90/Grüne betont dazu: „Zwischen den Zielen des Paris-Abkommens und der Umsetzung klaffen gewaltige Lücken – darauf haben wir noch einmal nachdrücklich hingewiesen.“

Auch für die Region Oberberg seien jetzt vom Kreis nach einem bundesweit standardisierten Verfahren Ergebnisse zu den Treibhausgasemissionen des Energieverbrauchs und des Verkehrs vorgelegt worden. Dem privaten Sektor und dem Verkehr kämen dabei entscheidende Verantwortung zu. „In beiden Bereichen steigen die Klimagasemissionen immer noch. Um diese Entwicklung umzukehren, muss der Anteil erneuerbarer Energien weiter stark ausgebaut werden. Es zeichnet sich besonders auch die Notwendigkeit einer beschleunigten Abkehr vom motorisierten Individualverkehr vor allem im Nahbereich deutlich ab. Nötig ist ein massiver Ausbau des Radwegenetzes“, so die Grünen.

Neben der verstärkten Förderung erneuerbarer Energien gehöre der Umbau der Wärmeversorgung auch im Gebäudebestand zur großen Aufgabe. Hier werden die Arbeitsplätze der Zukunft geschaffen und gesichert. Auch der Oberbergische Kreis bewegt sich in diese Richtung, aber ein Erfolg ist bisher kaum messbar. Der Klimapfad führe aber auch über eine individuelle Verhaltensänderung der Bürger in die Klimaneutralität. In den jüngst im Kreisentwicklungsausschuss vorgestellten Ergebnissen der Studie zur Energie- und Treibhausgas (THG)- Bilanz im Oberbergischen Kreis wurden die konsum- und ernährungsbedingten Emissionen überhaupt nicht berücksichtigt. Diese schlagen bundesweit durchschnittlich pro Kopf mit 4,6 Tonnen bzw. 1,7 Tonnen CO2 pro Jahr zu Buche und könnten durch individuelles Verhalten beeinflusst werden, so die Grünen im Kreis. „Hier spielt ein nachhaltiger Lebensstil mit einem sparsamen Konsum langlebiger Produkte, aber auch die gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil pflanzlicher Produkte eine große Rolle.“ Die Vermeidung von Wegwerfprodukten und Lebensmittelabfällen muss selbstverständlich werden. Hier sind in erster Linie die Bürger gefragt, aber auch die kommunalen Einrichtungen können ihr Handeln überprüfen. s-g

(s-g)