Radevormwald: Arbeitsagentur will digital attraktiv sein

Radevormwald: Arbeitsagentur will digital attraktiv sein

Die Weiterentwicklung der Arbeitsagenturen steht unter dem Motto "BA 2025". Sie war Thema im Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit. Dabei geht es vor allem um vier zentrale Entwicklungen, die den Arbeitsmarkt beeinflussen.

Im Jahr 2011 begann die Bundesagentur für Arbeit mit der Umsetzung der Entwicklungsperspektive "BA 2020" - Zeit nun, die Weiterentwicklung und Anpassung der Strategien auf die veränderten Gegebenheiten und Voraussetzungen vorzunehmen. Die Perspektiven "BA 2025" wurden in der jüngsten Sitzung dem Verwaltungsausschuss der auch für Radevormwald zuständigen Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach vorgestellt.

Unsere Lebens- und Arbeitswelt verändert sich schneller, als noch vor einigen Jahren gedacht. Dabei zeigen sich große regionale Unterschiede, die es zu berücksichtigen gilt. Ziel der Weiterentwicklung war es daher, die Agenturen und Jobcenter vor Ort stärker zu beteiligen beziehungsweise einzubinden, heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur. Über verschiedene Stufen wurde das neue Konzept entwickelt und im Führungskräftekongress im Februar den Vorsitzenden der Geschäftsführungen vorgestellt.

Vier zentrale Entwicklungen, die den Arbeitsmarkt kurz - und mittelfristig stark beeinflussen werden, stehen dabei im Vordergrund - ' der demografische Wandel ' der strukturelle Wandel und die Digitalisierung ' die Flexibilisierung und Individualisierung sowie ' die bestehende soziale Ungleichheit.

Vier Handlungsfelder - ergänzt durch vier Themen der internen Weiterentwicklung - sollen die praktische Umsetzung vor Ort gewährleisten - 1. die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit 2. Sicherung des Arbeits- und Fachkräftebereiches 3. die weitere Verbesserung des Überganges Schule-Beruf und 4. attraktive digitale Angebote

Marcus Otto, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses (VA), begrüßt die Initiative: "Dies sind Bereiche, die nur von allen Netzwerkpartnern gemeinsam bearbeitet werden können. Die Arbeitsmärkte in den drei Regionen der Agentur (Leverkusen, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis) sind nicht homogen, sondern sehr heterogen. Wichtig ist daher, die Handlungsfelder konkret auf die einzelnen Regionen herunter zu brechen", sagte er. Jörg Mährle, alternierender stellvertretender Vorsitzender des VA: "Ein zentraler Punkt ist, die betroffenen Kunden intensiv mit einzubinden. Mit dem "Runden Tisch Langzeitarbeitslosigkeit" wurde hier bereits ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan."

Nicole Jordy, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit ergänzt: "Aktuell sind wir in den vier Bereichen unterschiedlich gut aufgestellt. Im Bereich der Fachkräftesicherung sind wir mit unserer "Weiterbildungsinitiative Bergisches Land", die wir gemeinsam mit den Agenturen Mettmann und Solingen-Wuppertal gegründet haben, bereits auf einem sehr guten Weg mit ersten positiven Ergebnissen."

Der Verwaltungsausschuss steht der Initiative insgesamt sehr positiv gegenüber und möchte als beratendes Gremium bei der Umsetzung mitwirken. Daher wird der Haupttagesordnungspunkt der nächsten Sitzung die Beteiligungs- und Umsetzungsmöglichkeiten sein.

(RP)