Apotheker für die Sicherheit der Patienten

Tag der Patientensicherheit: Apotheken bieten sichere Medikamente

Am 17. September ist der vierte Internationale Tag der Patientensicherheit. Apotheker, Ärzte, Krankenhäuser und weitere Akteure im Gesundheitswesen machen mit, wenn es um die Digitalisierung geht.

„Digitalisierung und Patientensicherheit“ – so lautet das Thema des vierten Internationalen Tages der Patientensicherheit (ITPS) am 17. September und der darauf folgenden Aktionswoche. Sie wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Apotheker, Ärzte und Krankenhäuser wollen aufzeigen, wie Chancen der Digitalisierung für eine sichere Gesundheitsversorgung der Patienten genutzt und Risiken vermieden werden können.

„In der Aktionswoche werden wir unsere Patienten verstärkt über zentrale Leistungen der Apotheken für eine sichere Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung in Zeiten der Digitalisierung informieren“, sagt Martina Dammüller, Pressesprecherin der Apotheker im Oberbergischen Kreis. Mit digitalen Informationssystemen und vollautomatisierten Logistikprozessen im Apothekenalltag seien öffentliche Apotheken Vorreiter bei der Digitalisierung. Digitale Datenbanken unterstützten Apotheker schon jetzt bei der Durchführung von komplexen Medikations-Checks, durch die mögliche Risiken und Nebenwirkungen erkannt werden sollen. Mit patientenorientierten Eigeninitiativen engagierten sich Apotheker in Nordrhein darüber hinaus für eine Stärkung der Therapiesicherheit. „Fragen Sie in Ihrer Apotheke einfach nach, ob sich Ihre Medikamente vertragen“, rät Martina Dammüller den Patienten, die mehrere Arzneimittel einnehmen.

Arzneimittel erforderten aufgrund ihrer möglichen Risiken und Nebenwirkungen für den menschlichen Körper besonders intensive Beratung. Ein persönliches und kompetentes Beratungsgespräch von Angesicht zu Angesicht sei dabei durch nichts zu ersetzen. Das gelte sowohl für verschreibungspflichtige als auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel. „Uns Apothekern vor Ort liegt die optimale Versorgung unserer Patienten mit dem größten Maß an Sicherheit und Datenschutz am Herzen. Unsere Versorgung mit Arzneimitteln ist persönlich und rund um die Uhr“, sagt Martina Dammüller. Digitalisierung müsse dem patienten nutzen und Heilberufe unterstützen. Ärzte und Apotheker seien sich einig, dass die Digitalisierung sinnvoll eingesetzt viele Chancen biete. Sie habe aber dienenden Charakter und ersetze nicht die persönliche, heilberufliche Entscheidung von Ärzten oder Apothekern.

  • Persönliche Beratung in der Apotheke von
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Vor diesem Hintergrund hätten sich Ärzte und Apotheker schon 2017 darauf verständigt, diesen Prozess gemeinsam zu gestalten und ihre Kompetenzen einbringen. Um ihre Vorreiterrolle bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter auszubauen, wollen die Apotheker eine flächendeckende und qualitätsgesicherte Arzneimittelversorgung patientenorientiert und digital weiterentwickeln und aktiv gestalten. Dazu gehöre aktuell ein Zukunftskonzept zur Einführung eines elektronischen Rezeptes, das größtmögliche Datensicherheit bei allen digitalen Übertragungswegen und die freie Apothekenwahl für den Patienten gewährleiste.

Mit Blick auf die geplante Einführung des elektronischen Medikationsplans im nächsten Jahr haben die Apotheker bereits deutlich gemacht, dass sie ihre pharmazeutische Kompetenz künftig aktiver einbringen wollen als es die Gesetzeslage heute beim Medikationsplan in Papierform zulasse. Somit könnten gefährliche Doppelverordnungen, Versorgungslücken und mögliche Wechselwirkungen deutlich verringert werden. Die Apotheken vor Ort können hierbei ein wichtiger Lotse zwischen Haus-, Fachärzten und dem Krankenhaus sein.

Digitalisierung und Globalisierung hätten aber auch Schattenseiten. So steige die Anzahl gefährlicher Arzneimittelfälschungen, die über dubiose Internetversender zu den Patienten gelangen, seit Jahren besorgniserregend. Martina Dammüller stellt klar: „Die inhabergeführte Apotheke vor Ort ist und bleibt der sicherste Bezugspunkt für Arzneimittel und trägt damit ganz besonders zur Patientensicherheit bei.“ Um diesen hohen Sicherstandard weiterhin gewährleisten zu können, werde Anfang Februar in deutschen Apotheken ein digitales System zur Abwehr von Arzneimittelfälschungen an den Start gehen. „So sind wir auch für die Zukunft in Bezug auf gute und qualitativ hochwertige Arzneimittel hervorragend aufgestellt“, sagt Martina Dammüller.