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Radevormwald: Ansturm aufs Gymnasium

Radevormwald : Ansturm aufs Gymnasium

Der Besucherstrom beim Tag der offenen Tür ließ kaum nach. Drei Stunden lang konnten sich Schüler, Eltern und andere Interessierte über das Leistungsspektrum der Schule an der Hermannstraße informieren.

Wie es hinter der Fassade des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) aussieht, wie das Schulleben dort pulsiert, davon konnten sich Viertklässler, Real- und Hauptschüler sowie Eltern beim Tag der offenen Tür ein Bild machen. Unter den ersten Besuchern war Lisa Farenberg. "Die Schule ist aber groß", sagte die Zehnjährige, die mit ihrer Mutter aus Beyenburg gekommen war.

Schulwechsel steht bald an

Bisher besucht das Mädchen die Grundschule in der dörflichen Idylle, doch bald schon steht ein Schulwechsel an. "Es soll das Gymnasium sein, das ist sicher. Wir sehen uns hier um, besuchen aber auch noch ein Gymnasium in Wuppertal", sagte Mutter Elke.

Beide marschierten munter los, um die Räume wie auch die Unterrichtsmodelle zu erkunden. Zwei Führungen in kleinen Gruppen bot das Pädagogenteam im THG für die Neulinge an. Später konnten die Besucher gezielt ihren Wissensdurst bei den Fachlehrern stillen.

Bald schon zur Schule gehen, die die ältere Schwester Leonie besucht, das kann sich Emely gut vorstellen. Interessiert lauschte sie der Bläserklasse, in der ihre Schwester musiziert. "Wir möchten Emely hier gerne anmelden. Wir sind mit der Schule und dem Unterricht sehr zufrieden, und die Schule ist nicht weit vom Wohnort entfernt", sagte Vater Christof Hilbers.

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Max Civitelli zeigte seinen Eltern stolz den Klassenraum, in dem er Englisch lernt. "Ich bin gerne hier. Mir gefällt alles", sagte der Elfjährige, der begeistert Klarinette in der Bläserklasse spielt. Für Interessierte standen in jedem Fachbereich Pädagogen für die Beantwortung möglicher Fragen parat.

Rätselspiel in der Mediothek

So bekamen Eltern und Kinder erste Eindrücke vom bilingualen Unterricht, eine zweisprachige Wissensvermittlung. In der Mediothek wartete ein Rätselspiel auf die Viertklässler. Eine Arbeitsgemeinschaft Zirkus oder eine andere Gruppe, die sich mit Musik beschäftigt, gewährten Einblicke in die tägliche Arbeit.

Fabian Scherer zeigte Interesse am Chemieraum. "Zu Weihnachten wünsche ich mir einen Chemiekasten. Ich möchte gerne mal richtige Experimente machen", sagte der Zehnjährige Grundschüler, der mit seinen Eltern gekommen war. Für die älteren Schüler gab es Infos zu Betriebspraktika und Lernpartnerschaften. Auch die Firma Kuhn stellte sich den Absolventen vor.

Förderkonzept, Hausaufgabenhilfe und die Schulpflegschaft waren weitere Themen. Schulleiter Matthias Fischbach-Städing beobachtete zufrieden den Besucherstrom. "Wir haben in gewisser Weise keine direkten konkurrierenden Schulen. Wir sehen unseren Vorteil aus der örtlichen Isolation und möchten auch die Kinder aus den Randgebieten für uns gewinnen", sagte er. Hier sei Zuversicht geboten. "Ein erster zögerlicher Erfolg ist spürbar. Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte er.

(sig)