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Radevormwald: Anspruchsvolle Probe für "Classic meets Pop"

Radevormwald : Anspruchsvolle Probe für "Classic meets Pop"

Zum dritten Mal findet nach 2010 und 2014 dieses musikalische Großereignis in der Mehrzweckhalle Dabringhausen statt.

Der Besucher des Pädagogischen Zentrums des Gymnasiums am späten Samstagvormittag staunt nicht schlecht: Geschätzte 200 Personen bevölkern den Raum auf der Bühne, davor und seitlich. Und alle haben etwas mit Musik zu tun: das Sinfonieorchester und das Blasorchester der Musikgemeinde Wermelskirchen, die Band "Jokebox" und ein mächtiger Chor. Sie musizieren hier und heute zusammen. Die Probe für das bergische Musikereignis der Superlative "Classic meets Pop" ist im vollen Gange.

Am Dirigentenpult steht im Moment David Hecker und führt Orchester und Band musikalisch zusammen. Andrea, eine der Jokebox-Sängerinnen, singt "I Believe I Can Fly". Der Song geht ihr leicht von den Lippen, sie singt ihn sicherlich nicht zum ersten Mal. "Diese Nummer haben wir mit allen zusammen noch nicht gespielt", sagt Ralf Becker von Jokebox. Das müsse natürlich geübt werden. Und überhaupt: So richtig seien heute alle zum ersten Mal auch mit der Band zusammen.

Deswegen solle das, was die einzelnen Gruppen vorher bereits geprobt haben, nunmehr unter ein Dach gestellt werden. Wie zum Beispiel der Chor zum Schluss des Liedes. David Hecker und Chorleiterin Silke Vogel stimmen sich ab. "Bitte Achtel am Schluss singen, sonst klingt's nach Kirchenchor", sagt Hecker. Vogel nickt. Kein Problem.

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Danach geht's ohne Chor weiter: Orchester und Band widmen sich dem "Swing Medley". Es besteht aus vier Stücken: "New York, New York", "Sing, Sing, Sing", "Bei mir bist Du scheen" und "In the Mood". Einige Musiker des Orchesters sehen ihre Noten heute zum ersten Mal. Kein Wunder, dass es hier und da hakt.

Aber Orchesterleiterin Sylvia Wimmershoff strahlt. Sie hat zusammen mit Alfred Karnowka die Arrangements erstellt und ist froh und erleichtert, dass nunmehr alle ihre Noten haben. Steffi Steglich von Jokebox beginnt mit "New York, New York". Sie singt den Song in Vertretung der erkrankten Verena Köplin, die gleichwohl dieses Lied in der Mehrzweckhalle Dabringhausen bestreiten soll. Auf die unterschiedlichen Phrasierungen der beiden Sängerinnen müssen sich die Orchestermusiker später schnell einstellen.

Hecker lässt besonders die Übergänge zwischen den einzelnen Stücken proben. Und schließlich steigert sich Glenn Millers "In the Mood" zum Schluss zu einem vollen, satten Sound. "Nicht schlecht", meint Hecker. Er teilt sich den Dirigentenjob mit Reinhold Felthaus und weiß, dass beide noch viel Arbeit vor sich haben. Aber die Vorfreude bei allen Beteiligten auf die Abende ist schon.

(RP)