Radevormwald: Alte B-Pläne werden überarbeitet

Radevormwald: Alte B-Pläne werden überarbeitet

Teilbereiche von Süd- und Nordstadt, die beide aus den 70ern stammen, werden in nächster Zeit planerisch überarbeitet. Auf Initiative der CDU hat der Fachbereich Stadtplanung die Aufgabe, sich zuerst um eine Straßenseite der Dietrich-Bonhoeffer-Straße zu kümmern. Im Ausschuss für Stadtentwicklung referierte Stadtplanerin Elisabeth Böhmer über die Bebauung auf der südlichen Seite der Straße von der Einfahrt Siepen bis zum Spielplatz, der gegenüber der Feuerwache liegt.

Der Ausschuss beschloss, dass in diesem Bereich eingeschossig Wintergärten möglich sein sollen – als vergrößertes Wohnzimmer, außerdem für jedes Haus bis zur Grundstücksgrenze eine Garage und als Nebenanlagen gekennzeichnete Gartenhäuser mit einer Größe von bis zu 30 Quadratmetern. Möglich werden diese Arbeiten durch die zeitliche befristete Einstellung (ein Jahr) eines Mitarbeiters für den Fachbereich Stadtplanung. Ziel ist es, den Eigentümern ein bisschen mehr Freiheit einzuräumen.

In einem zweiten Schritt soll nach Abschluss der Planung für die Dietrich-Bonhoeffer-Straße auch der Teil der Nordstadt I überplant werden, in dem die Bernd-Rosemeyer-Straße liegt. Auch die Häuser an dieser Straße sind in den 70er Jahren entstanden. "Für viele Bereiche der Stadt sind damals Bebauungspläne festgesetzt worden, damit die Käufer von Grundstücken oder Häusern ein verlässliches Umfeld haben", sagt Böhmer. Seit dieser Zeit habe sich aber einiges verändert. Wer habe vor 35 Jahren an Gartenhäuser gedacht? Man müsse immer bedenken, dass Bebauungspläne einerseits die Baufreiheit einschränken, andererseits aber auch Sicherheit vor übermäßiger Bebauung geben.

(RP)