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Radevormwald: Aldi - Zentrallager zieht um

Radevormwald : Aldi - Zentrallager zieht um

Am Samstag ist Großkampftag an der Gewerbestraße. Der Discounter verlegt am Wochenende sein Lager- und Logistikzentrum an die Grüne. Dort beträgt die Lagerfläche knapp 33 000 Quadratmeter.

Alles sieht nach Umzug aus. Überall gepackte Kartons, die Kantine beliefert die Mitarbeiter diese Woche nur eingeschränkt mit Mahlzeiten. Der Discounter Aldi verlegt am Samstag sein Lager- und Logistikzentrum von der Gewerbestraße an die B 229 in Feldmannshaus. Wer von Grüne Richtung Halver fährt, kann den riesigen Gebäudekomplex auf der linken Seite nicht übersehen. Noch sind die Handwerker im Einsatz. "Sie erledigen Restarbeiten", sagt Thomas Pfeifer, Geschäftsführer der Aldi-Regionalgesellschaft.

Am Samstag ziehen die Verwaltung, das Logistikzentrum sowie das Lager mit dem Warenbestand und mit dem eigenen Fuhrpark von 22 Lkw um. Samstagnachmittag soll die neue Technik funktionieren. "Wir wollen am Montagmorgen normal starten, so dass der Kunde nichts bemerkt", sagt Pfeifer. Der Sonntag diene Aldi als Puffer, falls etwas schiefgeht. Seit Wochen wird der Umzug akribisch vorbereitet. "Die PC werden umgekoppelt, dafür haben wir Fachpersonal vor Ort", sagt Pfeifer. An der Pflasterung der Wege, den Parkplätzen, der Tankanlage und der Waschstraße werde noch gearbeitet. Bepflanzungen soll es im Herbst geben.

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Beliefert werden von Rade aus Aldi-Filialen von Solingen bis Finnentrop und bis an die südliche Grenze von Gummersbach sowie nach Breckerfeld und Altena. Pfeifer freut sich auf einige Modernisierungen. So gibt es am neuen Standort eine Entsorgungsstation für Pappe und PET-Flaschen, eine Tankstelle und eine Waschanlage, bei der das Wasser wiederverwertet wird und Solaranlagen auf dem Hallendach. "Wir werden die Abwärme für unsere Heizung nutzen", sagt Pfeifer. Das sei günstiger und wirtschaftlicher.

Mit den Planungen für den Neubau hatte Aldi 2007 begonnen. Ein Umbau oder eine Erweiterung am alten Standort war nicht realisierbar, weil das Grundstück, auf dem Aldi seit 1969 sitzt, zu schmal ist. 2008/2009 entwickelte die Stadt ein neues Gewerbegrundstück an der Grüne. Die Baugenehmigung erfolgte im März 2010. Baubeginn war im August 2010. Beim Erdaushub wurden 350 000 Kubikmeter Erde über eine Behelfsbrücke über die B 229 auf die andere Straßenseite transportiert. "Der Fels war widerstandsfähig. Spezialgeräte haben ihn zerlegt", sagt Pfeifer.

Am neuen Standort gibt es viel größere Lagerflächen. "Das ist alles übersichtlicher, die Wege sind trotz der Größe des Geländes kürzer", sagt der Geschäftsführer. Der Neubau sei quadratisch angelegt, dadurch sind schnellere Transporte möglich. "Mit Normalgeschwindigkeit sind wir künftig mit 25 km/h unterwegs, heute sind wegen der kaputten Böden acht bis zehn km/h möglich", sagt Pfeifer.

Für die Mitarbeiter soll das Arbeiten durch mehr Tageslicht und hellere Oberlichter angenehmer werden. "Unsere Tore schließen besser, weil sie andocken und weniger Kälte reinlassen", erklärt Pfeifer. Am alten Standort sei Aldi kaum mehr handlungsfähig gewesen.

(RP)