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AL in Radevormwald hat Ideen für beide neue Schulstandorte

Schulen in Radevormwald : AL hat Ideen für neue Schulstandorte

Nach Meinung der Alternativen Liste ist es Zukunftsaufgabe, Grundschulen zu errichten, die auch den Anforderungen in 20 oder 30 Jahren gewachsen sind. Deshalb müssten mögliche pädagogische Trends mit in die Planungen einfließen.

Im Prinzip sind sich die Fraktionen im Stadtrat einig: Die Katholische Grundschule (KGS) Lindenbaum (auf einem Gelände an der Elberfelder Straße) und die Verbundschule Bergerhof/Wupper (am Standort Bergerhof) brauchen dringend neue Gebäude. Dafür wurde die Assmann-Gruppe mit den Planungen beauftragt. Auch die Fraktionen wurden um Stellungnahmen gebeten.

Das hat auch die AL getan und begrüßt es, dass sowohl die Schulleitungen als auch die Lehrer in die Planungen einbezogen wurden. „Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass pädagogische Konzepte einem ständigen Wandel unterworfen sind und die Leitung einer Schule wechseln wird. Aufgabe ist es, eine Grundschule zu errichten, die auch den Anforderungen in 20 oder 30 Jahren gewachsen ist. Deshalb sind mögliche pädagogische Trends zu antizipieren“, meint der Fraktionsvorsitzende Rolf Ebbinghaus. Leider seien die Beratungen in den Arbeitsgruppen auf diesen Aspekt zu wenig eingegangen. In der Regel sei der Bedarf an der augenblicklichen Situation festgemacht worden. „Auch wenn uns bewusst ist, dass in den Sitzungen ein Flächenrahmen gefunden werden sollte, sind andere Aspekte gar nicht in den Blick genommen worden. Die Funktionsfähigkeit einer (Grund-)Schule ist nicht nur durch den Raumkörper bestimmt, sondern heute mehr denn je auch von der Haustechnik abhängig“, findet Ebbinghaus.

 Die Verbundschule GGS Bergerhof/Wupper wird am Standort Bergerhof neu gebaut.
Die Verbundschule GGS Bergerhof/Wupper wird am Standort Bergerhof neu gebaut. Foto: Joachim Rüttgen
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Es sei nach Auffassung der AL auch danach zu fragen, ob und in welcher Weise „smarte Gebäudetechnik“ pädagogische Aufgaben erleichtern könne. „Darüber hinaus vermissen wir ein Datennetzkonzept. Insbesondere unter dem Aspekt, dass pädagogische Konzepte dem Wandel der Zeit unterworfen seien, gehe die AL davon aus, dass beide Schulen im wesentlichen dem gleichen Anforderungsprofil entsprechen. „Es darf nicht dazu kommen, dass die augenblicklichen Arbeitsweisen der Kollegien zu ganz unterschiedlichen baulichen Lösungen führen“, schreibt Ebbinghaus. Die AL-Fraktion geht davon aus, dass mittel- bis langfristig Grundschulen zu verpflichtenden Ganztagsschulen werden. Deshalb müssten die Räume für einen Nachmittagsunterricht so bemessen sein, dass alle Schüler beschult werden können.

Die heute auch räumlich geforderte Trennung von OGS und Schulräumen sei nicht wirklich erforderlich, sofern auch ein erhöhter Geräuschpegel nicht den übrigen Unterricht beeinträchtigt. Die Essensversorgung der Kinder bekommt für die AL eine zentrale Bedeutung. Sicher könnten die Mahlzeiten in Schichten eingenommen werden, die Küchen selbst müssten aber so dimensioniert sein, dass 200 Mahlzeiten in kurzer Zeit auf- und zubereitet werden können. Im Zuge dieser Veränderung sei laut AL davon auszugehen, dass die Verweildauer der pädagogischen Fachkräfte sich verlängern wird. Deshalb wäre es sinnvoll, Lehrerarbeitsplätze außerhalb des Lehrerzimmers vorzusehen. Das Lehrerzimmer sei im Kern ein Pausen- und Konferenzraum. Persönliche Fächer oder Schränke könnten dennoch hier Platz finden.

Die Alternative Liste begrüßt den Wunsch des Kollegiums der Lindenbaumschule nach einer Frischküche. Die Ernährung der Kinder sollte bei den Überlegungen im Vordergrund stehen. In beiden Schulen sollte eine Lehrküche vorgesehen werden, die so groß bemessen ist, dass mit einer Klasse darin gearbeitet werden kann. Das erfordert aber keine 25 Kochstellen. „Wir gehen davon aus, dass in Kleingruppen gearbeitet wird, so dass acht Kochstellen ausreichend sind, aber genügend Raum für die Vorbereitung der Lebensmittel vorhanden sein muss“, schlägt die AL vor.