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AC Radevormwald fährt im Simulator auf Platz fünf

Digitaler Motorsport in Radevormwald : ACR fährt im Simulator auf Platz fünf

Der digitale Motorsport boomt. Wer Interesse hat, kann sich gerne beim Rader Verein melden. Das nächste Rennen findet am 14. August auf der belgischen Rennstrecke in Spa Francorchamps statt.

Lange hatte das Simulator-Team des AC Radevormwalds auf diesen Tag gewartet. Am vergangenen Wochenende ging es endlich wieder mit dem ersten Lauf im ADAC-Endurance-Summer-Cup auf dem Nürburgring zur Sache. Teamchef Michael Held nannte für das Sechs-Stunden-Rennen in der Eifel die Fahrer Melgim Hübel (24), Dennis Knöbel (31) und Andre Lüdorf (34), die in den etwa 25.000 Euro teuren Full-Motion-Rennsimulatoren bei „Kubina Racing“ in Köln Platz nehmen durften. Aus ganz Deutschland schrieben sich 22 ADAC Ortsclub-Teams für die virtuelle GT4 Porsche Cayman Kategorie ein. In der Qualifikation stellte Lüdorf den Porsche GT4 auf Platz fünf in einem eng umkämpften Fahrerfeld und war dennoch nicht vollends zufrieden mit seiner Leistung. „P5 ist ein guter Startplatz für das Team. Leider haben wir uns etwas mit dem Reifendruck verzockt, weshalb ich nicht an meine Trainingszeiten herangekommen bin“, sagte er.

Im folgenden Sechs-Stunden Rennen musste der Fokus auf Konstanz und kollisionsfreie Fahrt gelegt werden. Durch die „Multiclass“ im Digital-Cup fahren die GT3 Teams gleichzeitig mit denen der GT4. Dies bedeutet für das ACR-Team also nicht nur, den Blick nach vorne zu richten, sondern auch gründlich in die Rückspiegel zu schauen, um Kollisionen zu vermeiden. „Zu Beginn des Rennens wird es richtig eng auf der Strecke aufgrund der 42 Fahrzeuge. Aber wir haben mit Dennis einen souveränen Startfahrer, der fair bleibt und trotzdem seinen Platz verteidigen wird“, meinte Held.

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Knöbel fuhr tatsächlich bis zum Fahrerwechsel auf Melgim nach einer Stunde sehr gut ohne größere Zwischenfälle, aber „hier und da wurde es doch schon recht knapp zwischen unserem Fahrzeug und der Konkurrenz. Es gab ein paar Berührungen, die jedoch keine größeren Beschädigungen zur Folge hatten“, berichtete er zufrieden.

Nach den durchaus soliden Einsätzen von Hübel und Lüdorf festigte das ACR-Team zur Hälfte des Rennens Platz fünf. Beschädigungen an der vorderen und hinteren Stoßstange deuteten dennoch auf Fremdkontakt hin. „Wir haben uns ein wenig die Zähne am MSC Bingen ausgebissen, deren Fahrer seine Platzierung teilweise rüde verteidigt hat. Deswegen haben wir uns ein paar Mal auf der Strecke berührt. Außerdem hat mich ein Fahrzeug umgedreht“, berichtete Lüdorf verärgert.

Ohne weitere Zwischenfälle konnte der ACR die zweite Rennhälfte beenden und mit dem fünften Platz von 22 Teams einen achtbaren Erfolg feiern: „Unser Ziel war es, unter die Top sieben zu fahren und die beste ADAC-Nordrhein-Mannschaft zu stellen. Das haben wir geschafft“, sagte Held, der weiter Nachwuchs und Interessenten sucht. Die Simulator-Technik habe riesige Fortschritte gemacht. Der digitale Motorsport boome. Wer also Interesse an einer preiswerten Alternative zum richtigen Motorsport hat und erste Erfahrungen im Simulator sammeln möchte, kann sich mit dem ACR in Verbindung setzen unter Tel. 01520 4398042. Das nächste Rennen findet am 14. August auf der belgischen Rennstrecke in Spa Francorchamps statt.

(rue)