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Radevormwald: Ab Dienstag wird saniert

Radevormwald : Ab Dienstag wird saniert

Die Martini-Kirche bekommt ein völlig neues Aussehen. Wenn am Montagabend die letzten Töne des Konzertes zum Ende der Sing- und Musiziertage verklungen sind, rücken die Handwerker an. Im Oktober soll alles fertig sein.

Viele Schäden an der Martini-Kirche sind mit bloßem Auge kaum sichtbar. Die Windeisen der Fenster sind stark korrodiert, die Bleifassungen lösen sich. Hinzu kommen Risse im Putz und verschmutzte Wände. Deshalb steht eine umfangreiche Sanierung an.

Schließen für knapp fünf Monate

"Ab Dienstag wird die Baustelle eingerichtet", sagt Pastor Johannes Dress. Wenn die letzten Töne des Abschlusskonzertes der Rader Sing- und Musiziertage (RaSiMuTa) am Montagabend verklungen sind, schließen sich die Pforten der Kirche für knapp fünf Monate. Die Kanzel wird hinter einem Bretterverschlag geschützt, ebenso Altar und Taufstein. Die Kreuze werden in Holzkisten verpackt. "Die Orgel muss staubdicht verpackt werden, nur eine Plane reicht nicht", sagt Dress. Um die Kirche leer zu räumen, rückt eine Fachfirma an, die alle Bänke einlagert. Eine kleine Orgel und das Klavier werden ins Gemeindehaus getragen. Dort finden bis Oktober die Gottesdienste statt. "Auch Lampen und Heizkörper verschwinden", sagt der Pastor.

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Der Fußboden wird mit Spanplatten abgedeckt, die Kirche wird von innen eingerüstet, alle Fenster werden ausgebaut. Die Decken erhalten einen neuen Anstrich. Los geht's am Dienstag, 8 Uhr. Dann entfernen die Küster kleinere Teile wie Gesangbücher, Klappstühle oder die Glastür am Eingang.

Wie die Kirche künftig aussehen wird, zeigt eine Farbprobe im vorderen linken Bereich. "Der Sockel wird unten grau, die oberen Flächen gebrochen weiß", sagt Dress. Auch die Stirnfront, der Altarbereich, die Kapitelle, die Säulen und der Absatz an der Empore werden grau gestrichen. Wichtig sei die Korrespondenz zwischen Fenstern und Kirchenwänden.

Flammen auf den Köpfen

Zum Pfingstfest wird der Altarraum festlich gestaltet mit orange-farbenen Tüchern als Symbol für Pfingsten. Sie stehen für die Flammen auf den Köpfen der Jünger. Das Fensterbild für den Flyer "Fensterlicht und Kirchenglanz", mit dem die Gemeinde auf die Sanierung hinweist und um Spenden wirbt, zeigt unten das zerstörte Jerusalem und oben die neu erbaute Stadt. "Das Bild hat großen Symbolwert für die Sanierung", sagt Dress.

Zum 160. Kirchweihfest am Sonntag, 28. Oktober, soll die Kirche wieder öffnen. Für 10 Uhr ist ein Festgottesdienst mit Bischof Hans-Jörg Voigt geplant. Anschließend gibt es einen Empfang.

Bis dahin sucht die Gemeinde Spender für die Sanierung. Dafür liegen am Ausgang handgestrickte Sparstrümpfe aus, Wein und Secco werden verkauft, oder Spenden aufs Konto 102 962, BLZ 340 513 50, Sparkasse Radevormwald/Hückeswagen, sind möglich.

(RP)