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Radevormwald: 5000 Zuschauer bejubeln "Brings"

Radevormwald : 5000 Zuschauer bejubeln "Brings"

Das Konzert der Mundart-Rocker aus Köln war der Höhepunkt des Jubiläumsfestes der Rader Feuerwehr.

Als die Kölner Mundart-Band "Brings" auf die Bühne tritt, hat sich das Gelände um die Hauptwache an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße schon gefüllt. Die Menschen haben sich ihren Weg zu der riesigen Veranstaltungsfläche gebahnt, die von dem Löschzug Einheit Stadt anlässlich "150 Jahre Feuer und Flamme" konstruiert wurde. Der Samstagabend ist der Höhepunkt des fünftägigen Jubiläums - und der offizielle Geburtstag des Löschzuges.

5000 Menschen sind gekommen, um das Jubiläum zu feiern, die Atmosphäre der einmaligen Großveranstaltung einzusaugen und das einzige Konzert zu genießen, das "Brings" dieses Jahr im Bergischen spielen. Für dieses Exklusivrecht hat die Freiwillige Feuerwehr gekämpft, und es hat sich gelohnt, denn nach dem Vorprogramm fängt die Band pünktlich an zu spielen und setzt die Massen in Bewegung.

Ihre berühmtesten Songs wie "Superjeilezick" oder "Liebe gewinnt" kann jeder mitsingen - Radevormwald im Ausnahmezustand. Das Motto der Feier "Zieht die Karo-Klamotten an und seid dabei, wenn wir es krachen lassen", haben die meisten Besucher ernst genommen und tanzen jetzt, wo das Konzert im vollen Gange ist, zu den Songs der Kölner Musiker.

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Jochen Knorz, Leiter des Ordnungsamtes, beobachtet das Konzert und seine Besucher von der Feuerwache aus. Er lehnt am offenen Fenster und guckt zufrieden auf die Veranstaltungsfläche hinunter. Alles läuft nach Plan. "Ich bin selber erstaunt darüber, wie gut alles funktioniert. Das Sicherheitskonzept geht auf, die Verkehrslage ist entspannt und die Menschen haben Spaß", sagt er. Knorz ist nicht nur zufrieden mit der Arbeit seiner direkten Kollegen, sondern lobt auch die Zusammenarbeit zwischen Ordnungsamt und Feuerwehr. "Bei Veranstaltungen, wie dem Karnevalszug haben wir schon mehrfach zusammengearbeitet. Das macht sich jetzt wieder bezahlt. Wir sind schon ein eingespieltes Team."

Hauptorganisator Georg Sauren ist mit Stolz erfüllt. Die Anspannung der vergangenen zwölf Monate ist jetzt von ihm abgefallen und er strahlt über das ganze Gesicht. "Ich bin einfach stolz. Auf unsere Arbeit und auf meine Kameraden, die das alles möglich gemacht haben. Das ist der Wahnsinn", sagt er und guckt runter in die Menge. Mitorganisator Heiko Balve versucht derweil neues Bier zu organisieren. Seit gestern Abend sind knapp 8000 Liter Bier in der Fire-Area geflossen. Nun sind die Vorräte, bevor der Samstagabend richtig Fahrt aufnimmt, aufgebraucht. "Das Wetter lädt zum Trinken ein und wir müssen jetzt alle Kontakte nutzen, die wir haben", sagt Balve. Die feierwütigen Brings-Fans bekommen von diesen organisatorischen Arbeiten im Hintergrund nichts mit. Sie blicken in Richtung Bühne, wo die Band um Peter Brings Kölner Rockgeschichte im Bergischen Land schreibt. "Ich kann einfach nicht glauben, dass ich mich gerade in Radevormwald befinde. Das Wetter ist perfekt und die Veranstaltung ist es auch", sagt Besucher Udo Lückmann. Nach den über zwei Stunden Live-Musik übernimmt der DJ die Geburtstagsparty und Radevormwald feiert bis tief in die Nacht den Geburtstag des Löschzuges I. Die arbeitsintensive Organisation hat sich gelohnt. Die größte Veranstaltung der Stadt wird niemand so schnell vergessen.

(trei)