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Radevormwald: 300-Euro-"Trostpflaster" für geschlagene Partnerin

Radevormwald : 300-Euro-"Trostpflaster" für geschlagene Partnerin

Eine Überreaktion brachte einen 34-jährigen Mann aus Wetter vor Gericht. Er soll im September 2013 seine Rader Lebensgefährtin mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und sie dabei unter anderem als "Hure" bezeichnet haben. Der Richter am Amtsgericht Wipperfürth stellte das Strafverfahren jetzt gegen Zahlung von 300 Euro als Schadenswiedergutmachung an das Opfer ein.

Den Tatvorwurf leugnete der Angeklagte nicht. "Wir hatten an dem Abend mal wieder Streit. Ich wollte gehen und habe sie geschlagen. Das tut mir auch leid", bereute der Mann sein Verhalten. Nach dem Vorfall habe er die Wohnung seiner ehemaligen Partnerin in Rade verlassen und sie seitdem nicht wiedergesehen. Die Frau zog sich durch den Schlag ein Hämatom zu und brachte den Vorfall zur Anzeige.

Der Richter betitelte die Tat als eine Beziehungsauseinandersetzung. "Da haben Sie überreagiert, deshalb sitzen Sie hier", sagte er. Da der Angeklagte keine Vorstrafen hat und durch die Trennung keine Wiederholungsgefahr besteht, stellte der Richter das Verfahren mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft gegen die Auflage ein.

(heka)