2018 war ein ereignisreiches Jahr für die Radevormwalder Feuerwehr

Feuerwehr : 48 Brandeinsätze, 96 wegen Wasser und Sturm

Die Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr blickte auf 2018 zurück. Wehrführer Dietmar Hasenburg leitete die Veranstaltung erstmals.

2018 war für die Freiwillige Feuerwehr Radevormwald ein bewegendes und ereignisreiches Jahr. Die Wehrführung wird jetzt von Dietmar Hasenburg und seinen Stellvertretern Torsten Kleinschmidt und Dirk Rodermann geführt, der erste Löschzug feierte ein spektakuläres Jubiläum, und der Brand der Firma Inter-Union im September forderte den Kameraden alles ab.

Der Großbrand, der die Rauchschwaden von dem Industriegebiet Mermbach über die gesamte Stadt, sichtbar bis in den Märkischen Kreis schickte, mobilisierte über 200 Feuerwehrmänner – und Frauen. Die gesamte Wehr aus Radevormwald arbeitete an der Brandbekämpfung, Stufe Voll-Alarm, mit und bekam Hilfe aus Nachbarstädten wie Hückeswagen, Halver und Remscheid.

Auf der Jahresdienstbesprechung am Freitagabend im Bürgerhaus erinnerte Dietmar Hasenburg an diesen Brand, der einen Schaden im mehrstelligen Millionenbereich verursachte. „Hätten unsere ersten Einsatzkräfte, die vor Ort waren, nicht so eingegriffen, wie sie es getan haben, wäre der Schaden deutlich größer gewesen. Der Brand hat gezeigt, wie gut die Freiwillige Feuerwehr in Radevormwald funktioniert und wie gut sie mittlerweile ausgestattet ist“, sagt der Wehrführer. Auch Bürgermeister Johannes Mans äußerte sich am Freitag noch einmal zu dem Brand. „Für mich war das der erste Großbrand in diesem Ausmaß, den ich als Bürgermeister erlebt habe. Es war beeindruckend zu sehen, wie gut die Feuerwehr organisiert ist und wie wichtig sie für unsere Sicherheit ist. Ich und die Verwaltung werden unsere Unterstützung deswegen genau so intensiv fortsetzen wie in den vergangenen Jahren.“ Ein wichtiger Einsatz war außerdem der Wohnungsbrand in Grunewald im November.

Insgesamt gab es im vorigen Jahr 48 Brandeinsätze sowie 186 Einsätze zur Technischen Hilfe. Der größte Teil ist dabei auf Wasser- und Sturm­ereignisse zurückzuführen. „Die Wetterlage war 2018 extrem und hat uns herausgefordert. Es gab 96 Einsätze wegen Wasser und Sturm“, sagte Hasenburg. Die Starkregenereignisse überschwemmten in Radevormwald zahlreiche Keller. Ärgerlich sind die 31 Fehleinsätze, die durch falsch eingestellte oder bediente Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden. „Das bedeutet für uns kostbare Zeit und natürlich auch Kosten, die unnötig sind.“

Wilfried Fischer, der ehemalige Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr und neuer Kreisbrandmeister, nutzte den Abend, um zu den Kameraden der Wehr zu sprechen, sie für ihr ehrenamtliches Engagement zu loben und für weitere Fortbildungsmaßnahmen zu motivieren. „Lasst das nicht schleifen, sondern übt das kleine Einmaleins der Feuerwehr immer wieder. Eine gute Ausbildung und eine gute Ausrüstung sind das Wichtigste“, sagte Fischer.

Der Jahresbericht von Dietmar Hasenburg fasste auch die Personalstrukturen der Wehr zusammen, die ihn mit Stolz erfüllen. „Insgesamt haben wir 438 Mitglieder von denen 239 bei der Aktiven Wehr sind. Das ist eine stolze Zahl.“ Außerdem verriet er, dass der erste Löschzug zeitnah eine eigene Kinderfeuerwehr realisieren möchte. Die älteste Kinderfeuerwehr in Nordrhein-Westfalen ist die der Einheit Önkfeld. Damit hat die Freiwillige Feuerwehr Radevormwald Pionierarbeit geleistet.

Der Fuhrpark der Feuerwehr wird auch in diesem Jahr erweitert, nachdem die Wehr bereits 2018 drei neue Fahrzeuge entgegennehmen konnte. Die Zusammenarbeit zwischen Wehrführung und Politik soll weiterhin eng und vertraut bleiben. „Dieser Austausch ist extrem wichtig für beide Seiten, wir stehen in ständigem Kontakt“, sagte Hasenburg.