Radevormwald: 18 Arbeitslose weniger bis Ende Februar

Radevormwald : 18 Arbeitslose weniger bis Ende Februar

Der Arbeitsmarkt in der Bergstadt hat sich im vergangenen Monat leicht entspannt. Auch im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Menschen ohne Arbeitsstelle. Im Gesamtbereich der Agentur für Arbeit stieg die Arbeitslosenzahl leicht an.

In der Bergstadt hat sich der Arbeitsmarkt entsprechend des allgemeinen Trends im Oberbergischen Kreis positiv entwickelt. Wie in vielen der 13 Kommunen, in denen die Arbeitslosenzahlen im vergangenen Monat zumindest leicht gesunken sind, verringerte sie sich auch in Radevormwald von 809 im vergangenen Monat um 18 auf aktuell 791 Ende Februar. Zum gleichen Zeitraum des Vorjahres waren 804 Radevormwalder ohne Arbeitsstelle. Das teilte gestern die auch für Radevormwald zuständige Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach im neuen Arbeitsmarktbericht mit. Agenturweit stieg die Zahl der Arbeitslosen leicht an, vor allem wegen der Entwicklung im Rheinisch-Bergischen-Kreis und in Leverkusen.

Aufgrund der auslaufenden zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen ist der Anstieg in der Gruppe der Jüngeren (bis 25 Jahre) wie in jedem Jahr am ausgeprägtesten, teilten die Statistiker gestern mit. Dies werde sich innerhalb der nächsten drei Monate wieder relativieren, da ausgebildete Fachkräfte benötigt werden.

"Der erneute leichte Anstieg ist vor allem dem Wetter und den auslaufenden Ausbildungen geschuldet", sagt Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. "Die bereits merklich gestiegene Arbeitskräftenachfrage, die auch oberhalb der Vorjahresmarke liegt, lässt uns auf eine spürbare Frühjahrsbelebung hoffen."

Diese Belebung scheint in Radevormwald bereits angefangen zu haben. Ein Trend, von dem auch der Geschäftsstellenbezirk Wipperfürth, zu dem die Städte Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth gehören, profitieren konnte. Hier hat sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat ebenfalls verringert - um 25 auf 2022 Frauen und Männer. Das waren 67 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 6,3 Prozent, nach 6,1 Prozent im Vorjahr.

Die neuen Arbeitslosen kamen vor allem aus den Bereichen Zeitarbeit, verarbeitendes Gewerbe und Handel. Gemeldet wurden Stellen vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Zeitarbeit.

Auch bei den freien Stellen hat Radevormwald zugelegt: Die Zahl stieg um 28 auf 181 - ein Plus von 18,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr war das sogar ein Plus von 41,4 Prozent (53 Stellen).

Auch im Nordkreis stieg die Zahl der freien Stellen um 46 auf 454, das waren 185 Stellen mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitgeber in den drei Nordkreiskommunen meldeten im Februar 188 neue Stellen, 59 mehr als 2014. Seit Januar registrierte die Agentur für Arbeit 295 Stellen, ein Zuwachs von 88 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Besonders betroffen von Arbeitslosigkeit sind weiterhin die Langzeitarbeitslosen mit einem Anteil von 41,4 Prozent. Deren Zahl sank von 842 auf 837. 50 Jahre und älter sind 38,1 Prozent der Arbeitslosen (771), darunter sind 24,5 Prozent 55 Jahre und älter (496). Deutlich angestiegen ist die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis unter 25-Jährigen mit einem Anteil von 11,5 Prozent - die Zahl stieg von 218 auf 233.

(RP)