1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Zweiter NGZ-Talk mit Schützenpräsident Nickel

Neuss : Zweiter NGZ-Talk mit Schützenpräsident Nickel

Der Präsident des Neusser Bürger-Schützen-Vereins nahm am Donnerstagabend als zweiter Gast auf dem "blauen NGZ-Sofa" Platz und bekannte frei: Einen Königsbewerber gibt es noch nicht. Aber es sind ja noch 72 Tage bis zum Böllern.

Thomas Nickel selbst hatte dieses "schönste Amt in der Stadt", wie er die Königswürde bezeichnete, zweimal inne: 1984 in Holzheim und 1991 in der Stadt. Erst da habe er empfunden, so berichtete er im Gespräch mit NGZ-Redaktionsleiter Ludger Baten in der Gaststätte "Drusus 1", was das Schützenwesen in Neuss im Kern ausmacht. Und wie facettenreich es ist.

Eine Schlussfolgerung aus dieser Erfahrung ist für Nickel, dass Präsident der Neusser Schützen nur werden sollte, wer ein Mal ihr König war und im Komitee Verantwortung hatte. Ein Hinweis auf weitere Präsidentenjahre? Schließlich wusste Ludger Baten, dass von den aktuellen Komiteemitgliedern noch keiner das Königssilber trug. Aber, so versicherte Nickel, es seien einige darunter, die nur auf den geeigneten Zeitpunkt warten würden.

Eine Stunde nahmen sich der Grenadierfeldwebel Baten und "sein" Präsident Zeit für ein Thema, das auch viel von der Stadt erklärt. Und mehr als einmal betonte Nickel: "Schützen haben Botschafterfunktion." Denn sie machen die Stadt überregional bekannt. Wie bekannt, das hatte Nickel noch Donnerstagmittag in Rijeka erlebt, als er auf dem Rückweg aus der Partnerstadt am Flughafen mit anderen Deutschen ins Gespräch kam. Und die kannten Neuss wegen des Schützenfestes.

Die Schützen gäben der Stadt viel zurück, sagte Nickel, der so auch den jährlichen Zuschuss verteidigte. "Wir Schützen können zufrieden sein, aber wir müssen auch kein schlechtes Gewissen haben."

(dhk)