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Kommentar: Zuweisung muss überprüft werden

Kommentar : Zuweisung muss überprüft werden

Wenn sich eine Gesellschaft für Flüchtlinge öffnet, darf ihr Willkommen kein halbherziges sein. Dann muss sie auch aushalten, dass die Menschen mit ihren Problemen beim Einleben in unserer Kultur - für Probleme sorgen. Das sei vorangestellt und allen Scharfmachern vorgehalten. Darf man nun aber zwischen diesen Flüchtlingen unterscheiden? Ja, man muss sogar.

Wenn jetzt über Veränderungen in den Asylbewerberunterkünften gesprochen wird, darf man nicht nur an die Betreuer denken. Sie müssen das Leben gerade jener Menschen erleichtern, die nach oft traumatischen Erfahrungen den Weg zu uns und bei uns Sicherheit gefunden haben. Aber auch die Flüchtlinge, die jetzt als Störenfriede erscheinen, brauchen vor allem Hilfe. Dazu muss es allerdings gelingen, sie mit ihren Problemen rechtzeitig wahrzunehmen. Dass sich solche "Problemfälle" an einem Punkt derart ansammeln, dass sie ein ganzes Haus förmlich terrorisieren, geht dagegen gar nicht. Daher muss die Art der Zuweisung überprüft werden, damit nicht am Ende die Akzeptanz für die Flüchtlingsheime und die Menschen dort verloren geht.

(NGZ)