Neuss: Zum Frühlingsfest erstmals Standgebühren

Neuss : Zum Frühlingsfest erstmals Standgebühren

Das gab es noch nie: Zum Frühlingsfest der Kulturen, einem vom Integrationsrat organisierten Fest auf Freithof und Markt, werden erstmals Standgebühren erhoben. Zwischen 20 und 40 Euro sollen fällig werden.

Während Sozialdezernent Stefan Hahn betont, dieser Obolus würde nur von denen erhoben, die auf diesem Fest am 2. Juni etwa durch den Verkauf von Speisen Umsätze generieren, wurden bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schon Beschwerden von Betroffenen vorgetragen. "Es wird beklagt, dass die Standgebühr aus erhaltenen Spenden bezahlt werden muss und dieses Geld dann den Projekten nicht mehr zur Verfügung steht", berichtet der Fraktionsvorsitzende Michael Klinkicht.

Unter den Straßenfesten in der Stadt nimmt das Frühlingsfest der Kulturen von Anfang an eine Sonderstellung ein, denn es führt Menschen aller Nationalitäten in Neuss zusammen. Die stellen sich, ihre Folklore, ihre Spezialitäten, aber auch die Vereine, in denen sie sich organisiert haben, vor. "Die ehrenamtlich Tätigen in dieser guten Sache benötigen alle unsere Unterstützung, stattdessen fordert die Stadt nun auch noch Gebühren", zeigt sich Klinkicht befremdet.

Hahn hält dagegen, dass die Standgebühr mit dem Integrationsrat besprochen sei und Stände, die der reinen Information dienen, kostenfrei bleiben. Und er betont: Die Einnahmen fließen nicht der Stadtkasse, sondern dem Budget für diese Veranstaltung zu.

(NGZ)
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