Neuss: Zu wenige Händler bei Fischmarkt-Premiere

Neuss: Zu wenige Händler bei Fischmarkt-Premiere

Große gewürzte Lachsstücke hängen an Brettern und garen vor einer Flamme bis sie zum Verzehr einladen. Der so genannte Flammlachs war einer der Höhepunkte beim gestrigen Fischmarkt. Allerdings hatte sich entlang des Piers am Hafenbecken 1 nur eine kleine Zahl an Fischhändlern aufgebaut. Das kommentierten viele Gäste enttäuscht.

Neben zwei Buden mit Flammkuchen gab es für die Besucher auch Backfisch, Makrele, Forelle, Hering, Matjes und Meeresfrüchte. Daneben wurden Wurst, frisches Brot, Obst und Gewürze angeboten, aber auch CDs und Süßigkeiten.

Ursula und Manfred Böhmer kamen aus Dormagen und waren nicht überzeugt. "Es ist ganz nett gemacht, aber kein richtiger Fischmarkt", bemängelt das Ehepaar. Sie hatten sich auf ein Stück Aal gefreut, fanden aber keinen. Händler Rainer Traber zog mit seinem "Original Flammlachs" ein versöhnliches Fazit: "Das Neusser Publikum ist sehr angenehm und offen für Neues. Doch die Veranstaltung ist noch ausbaufähig". Ähnlich sah es auch Klaus Salden, der mit seiner Bude "Altes Backhaus" bereits beim Fischmarkt-Versuch an der Eventhalle Hansastraße dabei war: "Das schlechte Wetter schreckt viele ab. Aber meine Stammkunden kommen auch hierher um Austern zu kaufen".

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Die Veranstalter Neuss Marketing und Iven GmbH hatten Pech: Trübes Regenwetter den ganzen Tag und dann sagten auch noch vier Fischhändler kurzfristig ab. "Die Lage ist optimal, der Markt gut besucht, aber das Fischangebot stellt nicht alle zufrieden", sagte Jakob Iven. Doch bis zu den nächsten Terminen am 3. Oktober und 7. November — das Areal am Hafenbecken wird bis dahin umgebaut — sei viel Zeit den Fischmarkt zu optimieren. Die Besucher hatten dafür sogar Vorschläge parat. "Einige Probierstände wären toll und mehr Ungewöhnliches", schlug Tim Jonas aus Nievenheim vor. Anneliese Fausten aus Neuss fand: "Eine Überdachung würde den Markt wetterunabhängig machen."

(NGZ)