Zoll in Neuss findet Drogen in einem Paket mit Spielzeug aus Kanada

Marihuana in Puzzle-Lieferung nach Neuss : Zoll findet Drogen in Paket mit Spielzeug aus Kanada

In einem Päckchen aus Kanada stellten Zollbeamte in Neuss 144 Gramm Marihuana sicher. Das macht einen 34-jährigen Mann verdächtig bei dem, als er sein Päckchen auf der Dienststelle im Hafen abholen wollte, noch ein halbes Gramm Amphetamin sichergestellt wurde.

Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Nach Angaben des Zolls muss er mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Ob daraus sogar eine Haftstrafe wird, hängt auch von der Analyse des Marihuana ab. Sollte der Wirkstoffgehalt der sichergestellten Betäubungsmittel nämlich über 7,5 Gramm Tetrahydrocannabinol (THC) liegen, läge nach Auskunft des Zolls ein Verbrechenstatbestand vor. Und das kann am Ende bis zu fünf Jahre Gefängnis bedeuten.

Das Päckchen kam am 3. Juni  beim Zollamt Neuss an. Als Warenlieferung von außerhalb der EU musste es diese Behörde passieren, die deshalb den angegebenen Empfänger postalisch benachrichtigte. Kurz bevor sich die Zöllner in das Pfingstwochenende verabschieden wollten, erschien darauf ein 34-Jähriger, um seine Fracht entgegenzunehmen. Mitgebracht hatte er seinen Ausweis und eine Zollinhaltserklärung. Ihr zufolge befand sich Spielzeug in dem Paket.

Misstrauisch allerdings machte die Beamten, dass der mutmaßliche Empfänger keine konkrete Rechnung vorweisen konnte. Weil sich aus seiner Befragung rasch weitere Unstimmigkeiten  ergaben, wurde die Sendung vor Ort geöffnet. Neben einem Puzzle fanden die Beamten in einem zweiten Beutel die Drogen.

„Bei den Zollämtern werden zunehmend Postsendungen festgestellt, die verbotene Waren enthalten und aus dem Verkehr gezogen werden müssen“, berichtet Rainer Wanzke, Pressesprecher des Hauptzollamtes Krefeld. „Meine Kollegen haben ein geübtes Auge, auch schon bei kleinen Unstimmigkeiten“, ergänzt er.

(NGZ)
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