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Neuss: Zinswetten: Neuss klagt auf Schadenersatz

Neuss : Zinswetten: Neuss klagt auf Schadenersatz

Die Stadt Neuss will ihre Schadenersatzansprüche in der so genannten Zinswetten-Affäre gegen die Deutsche Bank vor Gericht durchsetzen. "Wir warten auf einen Termin", sagt Stephan Lommetz (49). Der Stadtwerke-Geschäftsführer ist in Personalunion auch Vorstand der städtischen InfraStruktur AöR, die aus Teilen der Stadtwerke Neuss (SWN) und der ehemaligen Stadtentwässerung gebildet wurde. Beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung waren 95,4 Millionen Euro in das "Swap"-Geschäft eingespeist worden.

Aus diesem risikoreichen Invest drohen der Stadt Neuss nach eigenen Angaben Verluste in Millionen-Euro-Höhe. Konkrete Angaben zur Verlusthöhe fallen derzeit selbst Experten schwer. Die Zinswette läuft noch bis 2013 – und derzeit zugunsten der Stadt Neuss. Die Interessen der Stadt werden von der angesehenen Düsseldorfer Kanzlei "Baum, Reiter & Collegen" vertreten, deren Senior der frühere Bundesminister Gerhart R. Baum (77) ist.

Lommetz, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden, Kämmerer Frank Gensler, und SWN-Chef Heinz Runde den AöR-Vorstand bildet, sieht gute Chancen, sich vor Gericht durchzusetzen. So gaben Urteile kommunalen Klägern zuletzt Recht. Lommetz: "Wir verzichten nicht. Wir wollen unser Geld."

(NGZ)