Neuss: Zeelink stellt sich den Pipeline-Gegnern

Neuss : Zeelink stellt sich den Pipeline-Gegnern

Für den geplanten Neubau der rund 215 Kilometer langen Erdgasfernleitung der Firma Zeelink von Lichtenbusch bei Aachen bis nach Legden im Kreis Borken kamen gestern im Neusser Dorint-Kongresshotel die Vertreter des Unternehmens, der Städte und Gemeinden, der übrigen Fachbehörden, die Träger öffentlicher Belange und Einwender zum Erörterungstermin zusammen. Reibungslos verlief der erste Tag aber nicht: Zeelink hatte für die Beteiligten aus der Stadt Voerde und der Gemeinde Hünxe am Niederrhein, von wo aus die meisten der insgesamt 1507 Einwendungen eingegangen waren, einen Shuttle-Service angeboten, doch nach Problemen bei der Absprache der Abfahrtsorte kamen die Busse nicht in Neuss an.

Der Antrag, wegen einer besseren Transparenz und der fehlenden Beteiligten aus Voerde und Hünxe die Öffentlichkeit und Presse für den Erörterungstermin - anders als vorgesehen - zuzulassen, wurde abgelehnt. Dafür reichte eine einzige Gegenstimme seitens Zeelinks aus. So begann die Versammlung mit Stellungnahmen der Vertreter aus Mönchengladbach, Jüchen, Korschenbroich, Kaarst, Willich, Krefeld, Tönisvorst, Kempen, Kerken, Rheurdt, Issum, Kamp-Lintfort, Alpen, Rheinberg, Voerde, Hünxe und Schermbeck - sofern sie erschienen waren. Seitens der Stadt Kaarst gab es keine Einwände, denn bei der Route der Erdgasleitung sollen sensible Bereiche in Vorst weitestgehend verschont bleiben. Bei der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange hatte die Stadt Bedenken vorgetragen, worauf die geplante Trasse leicht verändert worden war.

Nach der Erörterung wird die Bezirksregierung Düsseldorf für das Planfeststellungsverfahren des etwa 105 Kilometer langen Abschnitts eine abschließende Entscheidung treffen.

(gaa)
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