Kommentar zur SPD: Wörtlich nehmen

Kommentar zur SPD: Wörtlich nehmen

Die SPD im Bund mag die Personaldebatten leid sein, in Neuss mobilisiert sie mehr Genossen als je zuvor. Fast 180 von 574 kamen zum Politischen Aschermittwoch und wählten mit Sascha Karbowiak einen jungen neuen Vorsitzenden.

Der bringt viel SPD mit (Awo-Mitglied, Gewerkschafter, Ortsvereinsvorsitzender) und hat am Wahlabend alles richtig gemacht: Dank an den Vorgänger, Einladung zur Mitarbeit — und der Hieb gegen den politischen Gegner. Doch er muss aufpassen.

Darauf, dass aus der Unzufriedenheit seiner Mitbewerber (samt Aufforderung zum Amtsverzicht) kein schleichendes Gift wird. Oder darauf, dass sich Michael Ziege und Heinrich Thiel nicht in ihren Funktionen einigeln. Beide Bewerber wollten der Partei und den Menschen dienen. Karbowiak sollte sie beim Wort nehmen.

(NGZ)