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Brauchtum: Wo Frauen aktiv im Schützenwesen sind

Brauchtum : Wo Frauen aktiv im Schützenwesen sind

Erfttal (jahu) Bei vielen Neusser Männern geht das so: Der Vater war Schütze, also werden sie es auch. Aus der Kindheitserinnerung wird jahrelanges aktives Brauchtum. Auch Yvonne Kemmerling (41) kennt das. "Ich bin im Schützenfest groß geworden. Bei mir kribbelt es einfach, wenn ich die Trömmelchen höre", sagt die 41-Jährige.

Erfttal (jahu) Bei vielen Neusser Männern geht das so: Der Vater war Schütze, also werden sie es auch. Aus der Kindheitserinnerung wird jahrelanges aktives Brauchtum. Auch Yvonne Kemmerling (41) kennt das. "Ich bin im Schützenfest groß geworden. Bei mir kribbelt es einfach, wenn ich die Trömmelchen höre", sagt die 41-Jährige.

Seit 26 Jahren ist sie aktive Schützin, derzeit als Reiterchefin des Amazonencorps. Ihr Vater hat den Bürger- und Schützenverein in Erfttal mitgegründet. Und der hat eine ganz große Besonderheit: Auch Frauen dürfen mitmarschieren, im Komitee sein oder sogar Schützenkönigin werden. Nichts desto trotz gibt es keine gemischten Corps. Männer werden Jäger oder Grenadier, Frauen können zum Amazonencorps, den Blau- oder Rotröcken gehen.

Erfttal ist der einzige Neusser Stadtteil, in dem Frauen im Schützenbrauchtum so viele Möglichkeiten haben. Yvonne Kemmerling weiß, dass einige dem mit großer Skepsis begegnen. Aber sie hat auch erlebt, wie solche Vorbehalte bei einem Besuch im Zelt verfliegen. "Die Leute sind immer begeistert über die herzliche Stimmung", sagt sie.

(NGZ)