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Neuss: "Wir heiraten im Mai"

Neuss : "Wir heiraten im Mai"

Im Mai heiraten so viele Paare wie in keinem anderen Monat. Drei Paare, die sich in den nächsten Tagen das Ja-Wort geben, erzählen von den Vorbereitungen und warum ihre Wahl auf den Wonnemonat fiel.

Es war eine Mischung aus Pragmatismus und Romantik, warum sich Nina Knaup und Frank Knepperges für den 28. Mai entschieden haben. Denn für die 26-Jährige und ihren Zukünftigen sollte es bloß nicht mehr zu lange dauern, bis sie vor den Traualtar treten. Über die stets aufkommende Frage unter Freunden und Verwandten nach eventuellem Nachwuchs angesichts der kurzen Zeit von zwei Monaten zwischen Zusammenkommen und Verlobung lachen sie nur: "Noch nichts unterwegs", sagt Nina Knaup und wirkt amüsiert.

Frank Knepperges (33) und Nina Knaup (26) Berufe: Gas- und Wasserinstallateur und Verwaltungsfachangestellte, Trauung: 28. Mai (kirchlich), 27. Mai (standesamtlich), Feier: 72 Gäste, Heidezentrum in Rosellerheide, Künftiger Nachname: Knepperges Foto: Woitschützke

Sie seien sich einfach sicher gewesen, dass es passt mit der gemeinsamen Zukunft. Und als sie dann Ende Dezember einen Termin suchten, war der 28. Mai noch frei. "Da ist es ja schon fast Sommer, und das Wetter wird sicher schön", sagt Knaup. Und sie haben festgestellt: "Man schafft die Organisation einer Hochzeit auch in einem halben Jahr!"

Sebastian Schüpper (29) und Melanie Rosen (33) Berufe: Schüler Techn. Schule für Maschinenbau und Pharmazeutisch-kaufm. Angestellte, Trauung: 7. Mai (kirchl.), 6. Mai (standesamtl.), Feier: 70 Gäste, Höttche (Dormagen), Künftiger Nachname: Rosen Foto: Berns

Etwas mehr Zeit haben sich Sören Krüger und Astrid Matros gelassen. Denn die beiden kennen sich schon aus Kindertagen. "Seine Mutter war meine Kommunion-Katechetin, und als ich damals zum Unterricht ging, sprang der kleine Sören da auch immer rum", erinnert sich Astrid Matros. Später als Messdiener in St. Cornelius in Erfttal trafen sie sich wieder und hatten den gleichen Freundeskreis. Gefunkt hat es, als beide 18 waren. "Und im Surfurlaub in Ägypten vergangenes Jahr habe ich sie gefragt", erzählt der angehende Bräutigam. Der Antrag liegt genau ein Jahr zurück, aber nicht nur deshalb heiraten die Zwei im Wonnemonat Mai. "Das ist der erste Monat im Jahr, in dem es schon richtig schön warm ist", sagt Asrid Matros. Außerdem habe sie am 28. Mai Geburtstag. "Ich finde es schöner, dass wir beide dann noch 29 sind", sagt sie. Ihre lange Vorgeschichte bekommt am Hochzeitstag übrigens ein weiteres Kapitel: Pfarrer Jochen Koenig traut die beiden. Er hat bereits beide Elternpaare getraut und Sören Krüger getauft.

Melanie Rosens Neugier brachte sie mit Sebastian Schüpper zusammen. Denn zu Karneval 2009 standen die beiden am Drusushof dicht beieinander und warteten jeweils auf ihre Freunde. Schüpper las gerade eine SMS auf seinem Handy. "Und plötzlich merkte ich, dass da noch jemand mitlas", erinnert sich der 29-Jährige. Die heimliche Mitleserin war nicht peinlich berührt ("Mir war einfach langweilig"), er nicht sauer, und so kamen die beiden gebürtigen Neusser ins Gespräch. 14 Monate später machte er ihr einen Antrag, bei einem Abendessen in Hamburg. Dass sie im Mai heiraten würden, war für sie schnell klar. "Da fängt alles so schön an zu blühen, aber zu heiß ist es dann auch noch nicht", sagt Melanie Rosen. Außerdem war ein großer Wunsch, dass die Hochzeitsfotos schon draußen gemacht werden können. Da sie vieles nicht kaufen, sondern selbst basteln wollten, etwa die Einladungskarten, war das Jahr Vorlauf sinnvoll. Für die Gäste, die von weiter weg anreisen, sei das auch wichtig. "Es kommt etwa ein Onkel von mir aus Ungarn angereist", sagt Melanie Rosen.

(NGZ)