1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Vier Großprojekte in Neuss: "Wir arbeiten zügig"

Vier Großprojekte in Neuss : "Wir arbeiten zügig"

Die Stadt wehrt sich gegen Kritik aus dem Innenministerium, wonach die Mittel aus dem Konjunkturprogramm nicht abgerufen werden. Ihre Zwischenbilanz: Alle Projekte sind angeschoben.

Die Reaktion kam prompt: "Wir haben in Neuss eine sehr schnelle Umsetzung", versicherte Armin Krüger, Leiter des städtischen Gebäudemanagements Neuss (GMN). Den Vorwurf aus dem Landesinnenministerium, wonach die Städte die Konjunkturhilfe des Bundes links liegen lassen, wollte die Verwaltung nicht lange auf sich sitzen lassen und berief gestern kurzfristig eine Pressekonferenz ein.

Einer Auflistung des Ministeriums zufolge gehört die Stadt Neuss zu den Kommunen in der Region, die noch keine finanziellen Hilfen abgerufen haben. Es geht um 12,376 Millionen Euro, die Neuss aus dem Konjunkturpaket II zustehen. In der Region haben nur 35 von 76 Kommunen Projekte angemeldet, lediglich 95 von 431 möglichen Millionen Euro wurden bisher abgerufen. "Natürlich ist es auch ein Vorwurf", sagte Bürgermeister Herbert Napp in Richtung Ministerium, "aber der Sachverhalt ist nicht korrekt dargestellt." Er erklärte warum: "Wenn sich Kommunen für kleinere Maßnahmen entschieden haben, können diese natürlich schneller umgesetzt werden und die Gelder schneller fließen." In Neuss gebe es allerdings eine andere Situation, weil der Stadtrat sich auf Vorschlag der Verwaltung für größere Vorhaben entschieden hat. GMN-Chef Armin Krüger: "Wir brauchen für unsere Projekte einfach eine längere Vorbereitungszeit. Angemeldet sind alle sechs Vorhaben beim Ministerium. Nur nicht mit der Detailplanung." Vielleicht ist dies der Knackpunkt aus Sicht des Innenministeriums.

Im Wesentlichen geht es um vier Großprojekte:

Grundschule "Die Brücke" Die Innensanierung der Schule in der Nordstadt verschlingt 1,6 Millionen Euro. Hinzu kommt eine neue energiesparende Außenhülle, die die Stadt selbst bezahlt. Die Arbeiten sind ausgeschrieben, eine Containeranlage, in die einzelnen Klassen umziehen müssen, ist bestellt. Der Baubeginn ist für Januar 2010 geplant.

Kreuzschule/Martin-Luther Schule Für 2,3 Millionen Euro wird die Offene Ganztagsschule umgebaut. Dort hat die Ausführungsplanung begonnen, Baubeginn soll ebenfalls Januar 2010 sein.

Dreifachhalle Das größte Investment ist der Bau einer Dreifachsporthalle im Schulzentrum Weberstraße. Sie soll auch optisch schick werden, daher wurde Professor Ulrich Coersmeier in die Planung von Mensa, PZ und Atrium einbezogen. Baubeginn: Anfang 2010.

Feuerwache Für 1,75 Millionen Euro wird in der Nordstadt einen neue Feuerwache gebaut. Die Ausschreibung hat begonnen, Baubeginn soll im November sein.

Hinzukommen eine Million Euro aus dem Konjunkturpaket für energetische Sanierungen im Rathaus und in der Stadtbibliothek. Um die gewaltige Aufgabe zu stemmen, wurde die Abteilung um eine Stelle aufgestockt. Denn parallel laufen Schulsanierungen. Einschließlich des Neubaus des "Romaneum" verbaut die Stadt rund 50 Millionen Euro.

(RP)