Neuss: Wie eine große Familie

Neuss : Wie eine große Familie

Rhein-Kreis Neuss Neugierig blickt Meike in die Kiste: "Ich nehme das Schaf", bestimmt die Achtjährige und drückt den Stempel auf ihre Start-Karte. Gemeinsam mit ihren Eltern will die Neusserin die Kinder-Rallye des ADFC Neuss in Angriff nehmen: "Elf Kilometer radeln? Das schaffe ich leicht!"

Rhein-Kreis Neuss Neugierig blickt Meike in die Kiste: "Ich nehme das Schaf", bestimmt die Achtjährige und drückt den Stempel auf ihre Start-Karte. Gemeinsam mit ihren Eltern will die Neusserin die Kinder-Rallye des ADFC Neuss in Angriff nehmen: "Elf Kilometer radeln? Das schaffe ich leicht!"

So zuversichtlich waren auch die anderen Teilnehmer am Niederrheinischen Radwandertag. Bei der 16. Auflage radelten am Sonntag wieder Tausende von Fahrradfahrern aller Altersklassen durch den Rhein-Kreis Neuss. An acht Start- und Ziel-Stationen holten sie sich die Stempel ab, um anschließend den erfolgreichen Abschluss einer der sieben Routen durch das Kreisgebiet bestätigt zu sehen.

Trotz der Regentropfen, die kurz nach dem Start um 10 Uhr auf die Radler fielen, blieben sie ruhig: "Wenn's gleich stärker regnet, organisieren Sie doch sicher einen Bus, der uns abholt, oder?" schallte es dem Team der Neusser Tagungs- und Tourismus-GmbH (NTTG) entgegen. Tourist-Managerin Isa Dheus freute sich über die gute Laune der Teilnehmer: "Der Radwandertag ist immer wie ein großer Familienausflug, bei dem man viele Bekannte trifft und sein eigenes Tempo fahren kann, ohne sich zu hetzen", sagte Dheus, die für die Neusser Starter die beiden möglichen Routen 31 (52 Kilometer über Vorst und Lank-Latum) und 32 (58 Kilometer über Zons und Langwaden) mit Streckenverlauf kopiert hat.

Der Andrang in Neuss war groß, in den ersten 25 Minuten meldeten sich 100 Teilnehmer an, wie Moderator Rolf Lüpertz verkündete, insgesamt starteten mehr als 230 vom Rosengarten hinter der Stadthalle aus (60 mehr als im Vorjahr). Dabei gingen nicht nur Neusser an den Start: "Wir freuen uns auf eine schöne Fahrradtour", sagte Inge Schandow, die wie beim vorigen Radwandertag mit Sabine Schneider eigens aus Düsseldorf angereist war. "Bei uns gibt es ja leider keine Beteiligung am Radwandertag, darüber sind wir sehr enttäuscht", schimpfte Sabine Schneider, bevor sie sich Richtung Kaarst auf den Weg machte.

Für den Neusser Detlef Krings und seine Truppe lautete das erste Etappenziel Zons. "Heute spiele ich den Lumpensammler, der die Langsamen begleitet", meinte der Basketball-Abteilungsleiter der Turngemeinde Neuss.

Auch der 13-jährige Lukas Baron ist ansonsten mit anderen Sportgeräten unterwegs: Der Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums ist westdeutscher Schülermeister Ski-Alpin und Mitglied im "Snow Team Neuss". Am Sonntag nahm er die Routen als willkommene Trainings-Abwechslung.Besonders beliebt war die Kinder-Rallye, ausgearbeitet von Judith Darteh vom Sprecherrat des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Neuss, der auch die Strecken für die "Großen" festgelegt hatte:

"Es ist wichtig, dass Kinder Fahrradfahren mit Spaß verbinden." So hatte sie die elf Kilometer lange Strecke mit elf Fragen kombiniert, die auch Melina Bünning und ihr Vater Uwe beantworten konnten. Und Max (5) und Lea (10) haben sich mit ihren Eltern Andrea Lübbert und Uwe Sandvoss ebenfalls auf die Kinder-Rallye gemacht: "Es macht Spaß, auf ein Ziel zuzufahren", sagte Lea, die bereits eine 15-Kilometer- Umwelt-Rallye geradelt ist. Und um 17 Uhr konnte mit Moritz Siebols (9) der jüngste 58-Kilometer-Radler die Tombola-Gewinner ziehen.

(NGZ)
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