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Bebauung des Ausgrabungsortes mit geringer Geschosszahl: Wichtigste Funde erhalten

Bebauung des Ausgrabungsortes mit geringer Geschosszahl : Wichtigste Funde erhalten

Von Klaus D. Schumilas Seit mehr als Jahren ruht die Diskussion über die Neugestaltung des Busbahnhofs. Mit dem Ende der Ausgrabungen kommt Bewegung in das Thema: Ziel ist nun eine maßvolle Bebauung mit Berücksichtigung der wichtigsten Funde.

Seit mehr als Jahren ruht die Diskussion über die Neugestaltung des Busbahnhofs. Mit dem Ende der Ausgrabungen kommt Bewegung in das Thema: Ziel ist nun eine maßvolle Bebauung mit Berücksichtigung der wichtigsten Funde.

Die Neusser, die den Gang zur Hauptstelle der Sparkasse auch zur kulturell-historischen Weiterbildung nutzen, können es schwarz auf weiß lesen: Die Ausstellung über die Ausgrabungsfunde auf dem Gelände des Omnibusbahnhofs zeigen bedeutende Ergebnisse. Stadt-Archäologin Sabine Sauer rückt dabei den "bedeutendsten Fund" der Grabung optisch nicht in den Mittelpunkt, er ist erst auf einer der hinteren Schautafeln zu entdecken: das Großgebäude, das zu Beginn des dritten Jahrhunderts nach Christus errichtet wurde und als Herberge interpretiert werden kann. "Ich bin begeistert", sagt Karl Heinz Baum (CDU), Vorsitzender des Planungsausschuss.

Die Präsentation der Funde bringe jetzt endlich wieder Schwung in die angestrebte Umgestaltung des Busbahnhofs. Dabei ist für Baum eines jetzt schon klar: "Mindestens die römische Herberge und die Stadtmauer, die einen tiefen Einblick in die Neusser Stadtgeschichte geben, müssen sichtbar erhalten bleiben." Das gelte auch für diese "eindrucksvolle und aussagekräftige Ausstellung". Sie wird wohl als Dauerausstellung im Gebäude des Kreishauses untergebracht werden. Nach der vor gut zwei Jahren gescheiterten Neugestaltungskonzeption mit größeren "Punkthäusern", müsse es nun, so Baum, eine "lockere Bebauung mit Platzcharakter geben. Wir müssen die Stadtsilhouette vom Wendersplatz aus betrachten, um die Dimensionen zu erkennen."

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Baum spricht ebenso wie Bürgermeister Herbert Napp von einer möglichen "L-förmigen Bebauung", einer geringen Geschosszahl". Eine Konzeption müsse als 1:1-Modell dargestellt werden, "das darf auch etwas kosten". Zunächst werde es im Dezember eine Bewertung der Funde durch das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege geben, ehe für diesen Bereich ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. "Mir wäre dann ein Architekten-Wettbewerb am liebsten". Klar sei fraktionsintern, die Neusser bei den Planungen "mitzunehmen" und ihre Meinungen einzuholen.

(NGZ)