Werner Schell macht Lachen zum Thema beim Pflegetreff in Ertttal

Pflegetreff in Erfttal mit fast 100 Teilnehmern: Humor als Helfer der Medizin

Beim Pflegetreff in Erfttal stand Lachen als Teil eines gesunden Lebens im Zentrum.

Pflegenotstand, Patientenrechte, Betreuung, Patientenverfügung – die meisten Veranstaltungen des Neusser Pflegetreffs drehten sich bisher um Themen des  Gesundheits- und Pflegesystem. Auch eine gesunde Lebensführung war schon einmal Thema. An das knüpfte Werner Schell, Motor und Organisator des Pflegetreffs, mit der jüngsten Einladung an. „Zur gesunden Lebensführung gehören auch Humor und Lachen als gute Helfer der Medizin.“

Auch für Dr. Michael Dörr, Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Kreises, ist Lachen ein echter Gesundbrunnen. Das sei psychisch und physisch nachweisbar, sagte er vor beinahe 100 Zuhörern auf dem Podium des Kontakt Erfttal. „Lachen verbessert die Lungenfunktion, versorgt das Gehirn mit einer Sauerstoffdusche und massiert die inneren Organe“, sagt er. Lachen könne ein Antidepressivum, Entspannungs- und Atemtraining sowie Immunstimulans sein – und lasse den Patienten den Schmerz vergessen. „Das Beste Beste dabei: Lachen ist die beste Medizin – kostenlos und ohne Nebenwirkungen.“

„Lachen kann man lernen, aber  man muss sich dafür die Zeit nehmen“, sagt Lachyoga-Trainerin Gisela Dombrowsky. In diesem Sinne unterrichtet sie seit 2006 nach der Devise: „Wer den Tag mit Lachen beginnt, hat bereits gewonnen.“ In diesem Sinne forderte sie die Besucher des Pflegetreffs zur praktischen Anwendung auf – und zeigte auch ein paar Übungen, mit denen man sich locker machen kann für die erste Lachsalve. Schnell war da das Eis gebrochen. Und auch wenn ein Lachyoga-Programm für Außenstehende vielleicht ein wenig albern wirkt: Am Ende wurde von allen Teilnehmern herzlich gelacht.  Das sei für den anwesenden Landrat Hans-Jürgen Petrauschke doch ein Tipp für schwierige Kreistagssitzungen, war zu hören.

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Brauchen rheinische Frohnaturen ein Lachyoga-Training? Nach der ersten Trainingseinheit zeigte sich: Ja, Offensichtlich. Doch was ist mit dem Blick auf den Kontoauszug der Sparkasse? Ärgern oder Lachen? „Lieber zumindest den Humor nicht verlieren“, sagt Dombrowsky. „Man kann ja doch nichts ändern.“

Neben Lachen kann Singen Medizin für die Seele sein. In diesem Sinne steuerte der „Jedermann Chor“ unter Leitung von Christina Döhlings am Ende ein kostenloses gesundheitsförderndes Angebot bei.

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