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Neuss: Wenn es am schönsten ist ...

Neuss : Wenn es am schönsten ist ...

Neuss "Wir wollen das Publikum von Anfang an einbeziehen" vesprach Manni Hansen, Gitarrist in der Position des John Lennon in der "Beatles Forever Band". Dieses Vorhaben gelang der Beatles-Covergruppe, die am Mittwochabend im Rahmen des Neusser Kulturtreffs der Konrad-Adenauer-Stiftung im Börsencafe aufspielte, bestens.

Dabei begeisterten die vier Herren in ihren grauen Anzügen nicht nur durch die einwandfreie Darbietung sämtlicher Beatles-Hits, die sie in ihrer eigenen Weise arrangierten, ohne dabei den authentischen Beatles-Sound zu verlieren. Beeindruckend war auch das - vor allem von Manni Hansen mit einer gehörigen Prise Humor vorgetragene - Wissen über ihre Vorbilder.

So wusste Hansen zu berichten, was den Beatles in verschiedenen Jahren ihrer Karriere jeweils am 16. April widerfahren ist. Überhaupt verbindet die Gruppe mehr mit den Pop-Idolen der Sechziger als nur deren Musik.

So hat der McCartney-Part, Frank Pieper, bereits gemeinsam mit George Harrison musiziert. Schlagzeuger Hans Momber, der die schnarrenden Drumparts von Ringo Starr eins zu eins umsetzte, lebte einige Zeit in Liverpool, der Heimatstadt der "Pilzköpfe" und spielte auch dort in einer Beatles-Coverband.

Während seiner ständigen Interaktion mit dem Publikum griff Manni Hansen auch wiederholt auf Motivationstricks seines Freundes, den Neusser CDU-Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe, der auch Schirmherr dieses Abends war, zurück. So solle man sich jeden Tag vor den Spiegel stellen und zu sich sagen: "Heute vollbringe ich etwas Großartiges!" Das hatten die vier Hobby-Beatles zu diesem Zeitpunkt schon längst geschafft.

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Dabei hätten sie sich noch vor dem Auftritt gefragt: "Was wird uns in Neuss erwarten?" Vor vier Jahren haben sie nämlich zuletzt in der Quirinus-Stadt gespielt und sogar eine Live-CD aufgenommen. "Wird es diesmal wieder so schön wie damals?" Wirkliche Zweifel hatten sie wohl nicht, denn: Die Neusser haben ein "offenes Herz".

Diesen Vorschusslorbeeren wurde das Neusser Publikum denn auch gerecht und verabschiedete die Gruppe nach einem 90-minütigen Auftritt mit einem Meer aus Wunderkerzen, bevor es sie noch drei Mal zur Zugabe rief.

Mit den Worten "Es ist sehr schön hier. Und wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören" leitete Hansen das Ende des Abends ein. Die Feuerzeuge wurden gezückt, und mehr als 150 Gäste erhoben ihre Stimmen zum Refrain von Beatles-Klassiker "Hey Jude". Schöner konnte es tatsächlich nicht mehr werden.

(NGZ)