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Mottowoche in Neuss: Wenn Erstklässer auf Rentner treffen

Mottowoche in Neuss : Wenn Erstklässer auf Rentner treffen

Von der Wiege bis zur Bahre - dieses Thema bot den Abiturienten des Marie-Curie-Gymnasiums viele Verkleidungsmöglichkeiten. Vom i-Dötzchen bis zum Greis war am vierten Tag der Mottowoche alles vertreten.

Laute Musik wummert aus einem Kastenwagen über den Schulhof. Zwei Schüler haben im Innenraum des Fahrzeugs eine Musikanlage aufgebaut und betätigen sich als DJs. Um das Auto herum stehen Abiturienten in verschiedensten Verkleidungen herum: Erstklässler mit Schultüten, Rentner mit Rollatoren, Ärzte im OP-Kittel und sogar ein Brautpaar in feierlicher Kleidung. Das Thema des Tages lautet: Von der Wiege bis zur Bahre. Die Schüler schauen entweder auf vergangene Tage zurück oder wagen den Blick in die Zukunft.

Schüler halten sich an Absprachen

Mit dem bisherigen Ablauf der Mottowoche am Gymnasium im Neusser Norden sind alle Beteiligten zufrieden. Probleme wie an manch anderer Schule in NRW, etwa die Verunstaltung von anderen Schulen, gab es bisher nicht. "Bisher haben sich die Schüler an alle Absprachen gehalten. Dazu gehört, dass die Abiturienten ihr Programm auf die Pausen beschränken und dass Sachbeschädigungeen verboten sind", sagt Ralf Pommerening, stellvertretender Schulleiter. Die offene Kommunikation mit den Schülern im Vorfeld habe sich bisher ausgezahlt. Auf autoritäres Vorgehen habe man bewusst verzichtet. "Druck erzeugt nur Gegendruck", sagt Pommerening.

Die bisher gute Bilanz der Mottowoche macht Stufensprecher Robert Gadow auch an der Lage der Schule fest. "Im Neusser Norden gibt es keine Rivalitätssituation wie zum Beispiel in der Innenstadt, wo Schulen nah beieinander liegen", sagt Gadow. Grundsätzlich findet der 18-Jährige es bedauerlich, dass das manche Abiturienten mit überzogenen Aktionen die Mottowochen zum Teil in ein schlechtes Licht gerückt haben. Einige Geschichten seien aber etwas aufgebauscht worden.

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