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Weihnachtsgeschäft in Neuss: Eingetrübte Stimmung beim Handel

Weihnachtsgeschäft in Neuss : Eingetrübte Stimmung beim Handel

Die Nachrichten über die Entwicklung der Pandemie verunsichern offensichtlich Händler wie Kunden. Der Start ins Weihnachtsgeschäft war deshalb auch in Neuss verhalten. Viele Händler korrigierten anschließend ihre Erwartungshaltung nach unten.

Der November wird für den Einzelhandel immer wichtiger und ist inzwischen hinter dem Dezember der Monat mit dem zweitstärksten Umsatz. Entsprechende Berechnungen vom statistischen Landesamt „Information und Technik Nordrhein-Westfalen“  decken sich mit dem Ergebnis einer Umfrage des Handelsverbandes Rheinland. Aber auch ein Umsatz, der im November laut IT.NRW 7,7 Prozent über dem Jahresdurchschnitt lag, tröstet nicht über einen – trotz Black Friday – sehr verhaltenen Start ins Weihnachtsgeschäft hinweg. „Die Besucherzahlen waren recht gut, die Umsätze nicht“, berichtete Verbandssprecherin Carina Peretzke am Sonntag. Auch Neusser Händler berichteten ihr, dass sie ihre Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft daher nach unten korrigiert hätten. „Eher mittelmäßig war noch das Positivste, was ich gehört habe“, sagt sie. Die Stimmung: eingetrübt.

Was sich in den Einkaufskörben der Kunden fand, waren denn auch noch nicht die großen Geschenke. Dekoartikel seien gefragt gewesen, sagt Peretzke, aber auch Kleinigkeiten für die Adventskalender.

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Der Handelsverband spürt eine große Verunsicherung bei Händlern wie Kunden angesichts der Nachrichten über die aktuelle Entwicklung der Pandemie. Ein neuerlicher Lockdown sei aber aus Sicht des Handels nicht nötig, sagt Peretzke. Seit Beginn der Pandemie sei festzustellen, dass der Handel – auch wegen der früh eingeführten Maskenpflicht – kein Infektionsherd ist.

Und mit noch einer Sorge räumt Peretzke auf: den möglichen Lieferproblemen bei bestimmten Artikeln. „Die große Mehrheit von Unternehmen hat angegeben, lediglich mäßig bei einzelnen Produkten betroffen zu sein“, sagt sie. Ware sei ausreichend vorhanden.