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Neuss: Weckhovener Jecken feierten

Neuss : Weckhovener Jecken feierten

Zum zweiten Mal hatte die KG Müllekolk zu ihrer Kostümsitzung in die Gaststätte Engels eingeladen. Mit einem abwechslungsreichen Programm, das vor allem viele musikalische Beiträge bot, begeisterten sie die Gäste.

Die Zeit heilt alle Wunden. Und so sind die Weckhovener Jecken in der Gaststätte Engels heimisch geworden. Im vergangenen Jahr mussten sie ihre Kostümsitzung dort zum ersten Mal feiern, nachdem ihr Gründungslokal "Deuss" geschlossen worden war. Mittlerweile schwärmen aber auch viele für die neue Halle. "Die Kulturscheune ist gemütlich und kuschelig", sagte etwa die 2. Vorsitzende der Müllekolker Karin Kilb. In Sachen Dekoration hatten sich die Jecken mächtig ins Zeug gelegt. Wenngleich nicht sensationell, wusste das Programm der Sitzung, geprägt von musikalischen Beiträgen, zu überzeugen.

Daran hatte auch Sitzungspräsident Reiner Franzen seinen Anteil, der unterhaltsam durch die Sitzung führte und mit kleinen Neckereien mit Müllekolker-Präsident Peter Dicken unterhielt. Auch die Musikkapelle "Frohsinn Norf" überzeugte und konnte den Saal mitreißen. Den Auftakt in der Gaststätte Engels gaben die Tänzerinnen der Glamour Girls. "Hübscher als ich und alle anderen auf dieser Bühne", stellte Sitzungspräsident Franzen fest, bevor er den ersten musikalischen Act ansagte. "Die Band die keiner kennt" konnte sich nach Soundproblemen im ersten Lied deutlich steigern und brachte die Müllekolks mit "Blaue Augen" zum Schunkeln, bei "Superjeile Zick" und "Hauptsache gesund" zum Mitsingen und Tanzen. Anschließend stattete das Neusser Prinzenpaar, ohne die Blauen Funken, die beim Gardeabend in Grimlinghausen weilten, den Weckhovenern einen Besuch ab und verteilte fleißig Prinzenorden. Die Müllekolker dankten es ihnen mit dem Vereinsorden und einem Geldgeschenk für Novesia Stephanie II., die für den Babynotarztwagen und den Kinderschutzbund sammelt.

Erster Büttenredner war Raphael Lenerz als "Der Urlauber". Es folgten der Musiker Dirk Elfgen auf Gitarren und Ukulele, die Glamour Girls und Roswita, die kölsche Nachtigall. Den wohl größten Beifall der 180 Jecken bekam aber D´r Tulpen Heini. Mit Holländerwitzen und Geschichten der Belgischen Verwandschaft traf er den Nerv des Publikums. Er erntete die zweite Rakete des Abends. Die erste verdiente sich eine Weckhovener Institution – Theo Wingerath. Nachdem der 78-Jährige im vergangenen Jahr seinen Abschied als Büttenredner gegeben hatte, hatten die Müllekolker am Samstag eine Überraschung für ihn parat. Wingerath wurde mit dem Verdienstorden in Gold des Karnevalsverbands linker Niederrhein ausgezeichnet. Beschlossen wurde die Kostümsitzung mit Musik der Rurwürmer. Gestern gab es das Programm dann nochmal im Theresienheim.

(NGZ/ila)