1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Waldbrandgefahr: Feuerwehr Neuss überprüft Wasserversorgung im Mühlebusch

Feuerwehr Neuss übt im Mühlenbusch : Waldbrandgefahr: Wehr prüft ihre „Wasserstellen“ im Forst

Der Deutsche Wetterdienst hat am Pfingstwochenende für die Wälder im Rhein-Kreis die zweithöchste Warnstufe herausgegeben. Die Feuerwehr Neuss hat sich deshalb vorsorglich im Mühlenbusch umgesehen.

Die Feuerwehr hat die vier Löschwasserbrunnen, die von den Kreiswerken im Mühlenbusch betrieben werden, und die Entnahmestellen jetzt einem Praxistest unterzogen. Zudem ist man  dabei, das System der markierten Rettungspunkte in dem zusammenhängenden Waldgebiet zu überarbeiten. Beides dient dem gleichen Zweck: Vorbereiten auf einen Waldbrand. Denn die Waldbrandgefahr ist nach wie vor akut. „Die Regenfälle der vergangenen Tage konnten diese Gefahr nur zeitweise abschwächen“, sagt Stefen Meuter, Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren im Kreis.

 Feuerwehr testet die Wasserversorgung im Mühlenbusch. Foto: Feuerwehrverband Neuss

Als Folge von Waldbränden wurde im Jahr 2017 vom Land vorgegeben, dass und wie Feuerwehren, Katastrophenschutz und Forstbehörden im Brandfall zusammenarbeiten. In Neuss aber sei das Thema Waldbrand schon 2012 in die Einsatzplanung übernommen worden, erinnert Michael Schöpkens von der Feuerwehr Neuss. Das dazu entwickelte Konzept wurde seinerzeit im Rahmen einer Großübung mit Einheiten der Feuerwehren aus Neuss und Dormagen und unter Einbeziehung des Kreises im Mühlenbusch überprüft worden. Aktuelles Kartenmaterial über die Löschwasserentnahmestellen sei für solche Einsätze ebenso wichtig wie Ortskenntnis der Löschzüge, sagt Schöpkens.

All das wurde jetzt auf den neuesten Stand gebracht. Beteiligt waren dabei neben Vertretern der Kreiswerke und Revierförster Theo Peters auch Feuerwehrangehörige aus Dormagen. Denn der Mühlenbusch ist in Teilen auch Einsatzgebiet des Löschzuges Nievenheim.

Weil heute fast jeder mit dem Handy ist, haben sich die Meldezeiten nach Meuters Angaben enorm verkürzt. Damit die Ortung des Anrufers im Wald einfacher ist, wurden „Forstliche Rettungspunkte“ eingerichtet. Setzt man den Notruf von Punkt „T-NE-001“ an, weiß die Wehr, dass sie zur Waldstraße muss.

(-nau)