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Vorzeitiges Ende in der Eissporthalle Neuss

Saisonende in der Eissprthalle Neuss : Jetzt startet das große Auftauen

Die große Abschluss-Schaumparty zum Saison-Ende wird es im März in der Eissporthalle nicht geben. Auch dann nicht, wenn die Einrichtung ab Mitte Februar wieder öffnen dürfte.

Denn seit Dienstag ist klar: Die Saison wird vorzeitig beendet, die Türen bleiben zu. Ursprünglich geplant war das erst für den 21. März. Doch nach Gesprächen mit allen Beteiligten hätte man sich darauf geeinigt, sagt Stadtwerkesprecher Jürgen Scheer. Und so wird die 1800 Quadratmeter große Eisfläche nun aufgetaut.

„Das wird sicher zwei Wochen dauern“, sagt Betriebsleiter Jörg Ferber. Seit Anfang November ist die Halle zu, drehen sich im Südpark weder die Disko-Kugeln an der Decke noch können die beiden Eismaschinen ihre üblichen Runden drehen, um nach der Nutzung von Eiskunstläufern und solchen, die es werden wollen, die Fläche wieder spiegelglatt zu machen. Reparatur- und Streicharbeiten standen in den vergangenen Wochen auf dem Programm, immer im Hinblick darauf, noch einmal zu öffnen.

Das ist jetzt Schnee von gestern. Die neue Saison startet, so sie denn startet, erst wieder im September. Und bis dahin, sagt Ferber, müssten die Dachdecker ran, um undichte Stellen zu reparieren. 600 Paar Schlittschuhe, die zum Ausleihen bereit stehen, werden „eingemottet“. Und wer auf die angeblich „beste Currywurst in Neuss“, das meinen viele Stadtwerke-Mitarbeiter, Appetit hat, hat auch das Nachsehen, denn das beliebte „Kufenstübchen“ hat natürlich ebenfalls seit Wochen geschlossen.

800 Gäste sind es, die zu normalen Zeiten auf dem Eis ihre Pirouetten drehen können. Nach dem ersten Lockdown musste auch für die Eissporthalle ein Hygienekonzept erstellt werden, und das besagte: Nur noch 150 Gäste dürfen auf die Eisfläche. Im Umkleideraum wurden zwischen den Schließfächern Schutzwände aufgestellt, auf den Bänken durften nur jeweils zwei Besucher mit großem Abstand Platz nehmen, um die Schlittschuhe zu schnüren. „All das verändern wir jetzt erst einmal nicht“, sagt Ferber.

Denn schließlich wisse man nicht, wie lange die Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie noch dauern werden. Und ob in den Sommermonaten die Halle anderweitig genutzt werden kann, ist auch unklar. In der Vergangenheit gab es dort unter anderem einen Stoffmarkt, Tanz in den Mai oder Public Viewing zu Fußball-Welt- und Europameisterschaften. Platz haben in den Rängen 2800 Zuschauer. Bis die wieder gefüllt werden können, wird es dauern.