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Neuss: Volle City zum Hansefest

Neuss : Volle City zum Hansefest

Das Hansedorf auf dem Münsterplatz, die offenen Geschäfte in der Innenstadt, die vielen Programmpunkte mit Musik und Vorführungen lockten die Besucher zu Tausenden in die Stadt. Auch Veranstalter ZIN ist sehr zufrieden.

Dichtes Gedränge herrschte an diesem Wochenende in Neuss auf der Haupteinkaufsstraße zwischen Hauptbahnhof und Zollstraße. Den Besuch des Hansefestes ließen sich viele Neusser nicht nehmen und schlenderten durch die Innenstadt. Bereits am Donnerstag öffnete das Hansedorf auf dem Münsterplatz und machte mit seinen Holzhäuschen, in denen Handwerkskunst ausgestellt, vorgeführt und verkauft wurde Vorfreude auf das große Innenstadtfest.

Foto: Berns, Lothar

Die offizielle Eröffnung nahm der Marine-Chor Neuss am Samstagmittag vor. Der Klang der Seemannslieder unterstreicht den Grundgedanken des Hansefestes: Die Präsentation des Hansestadtverbundes, der mit langer Tradition auch in der heutigen Zeit lebendig bleiben will. Angelika Quiring-Perl, die die Rheinische Hanse in der Hansekommission vertritt, weiß: "Die Hanse von heute soll wieder aufleben mit dem Ziel wirtschaftliche, kulturelle und soziale Bünde in Europa zu knüpfen."

Die Besucher strömten in die Innenstadt, genossen nicht nur den Einkauf in den offenen Geschäften, sondern auch das Angebot auf dem Münsterplatz, wo das Hansedorf aufgebaut war. Foto: Lothar Berns

Der maritime Ursprung soll dabei nicht verloren gehen, so auch die Meinung der Veranstalter des Hansefestes in Neuss, der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN). Zum ersten Mal war somit das Hafenbecken I miteingebunden. Ein Boot der Wasserschutzpolizei konnte besichtigt werden. Vor allem für die Kinder ein Spaß. "Ein Polizeiauto habe ich schon oft gesehen, aber so ein Boot kannte ich noch nicht", sagt der 11-Jährige Simon, der mit seinen Eltern das Hansefest besucht.

Meeresgott Neptun stattete am Samstag dem Hansefest in Begleitung einer Nixe dem Hansefest einen Besuch ab. Mit leuchtenden Kostümen zog er als Stelzenläufer die Blicke der Besucher auf sich. Wer es ein bisschen nähr haben will, informierte sich beim Neusser Kanu-Club (NKC) über die sportlichen Aktivitäten auf der Erft. Dieser war mit allem vertreten, was er zu bieten hat: Ein spitzes Slalomkanu, ein grünes Wildwasser-Kajak, ein kleines Spielboot und ein Segelboot standen zum Probesitzen für die Besucher bereit. Vor dem Rathaus präsentierten sich neben Neuss fünf weitere Hansestädte. Zum ersten Mal war dieses Jahr Straupe, eine von acht Hansestädten in Lettland, vertreten.

Am verkaufsoffenen Sonntag nahmen über 40 Einzelhändler teilweise mit Ständen vor ihren Geschäften teil. Zusätzlich säumten über 100 Verkaufs-, Informations- und Essensstände den Hauptstraßenzug. Christoph Napp-Saarbourg, Vorsitzender der ZIN, zeigt sich mit dem Hansefest vollauf zufrieden: "Die Händler hatten gut zu tun, genauso wie die Außengastronomie, die besonders abends zum Ausklang des Stadtbummels genutzt wurde."

(NGZ)