Volkstrauertag: Neuss und Kaarst erinnern an Kriegstote

Gedenkfeiern am Volkstrauertag : „Nie wieder!“ – Neuss und Kaarst erinnern an Kriegstote

Viele Menschen hatten sich am Sonntag vor der Kapelle des Hauptfriedhofs versammelt, um an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag teilzunehmen. Die Schützen waren besonders stark vertreten, aber auch die Vereine und Rettungsdienste waren präsent.

Kurt Koenemann trat in Doppelfunktion auf: Als Stadtbeauftragter der Malteser und als Schützenkönig. Bürgermeister Reiner Breuer: „Wir erinnern uns voller Trauer an die Soldaten und Zivilisten, die ihr Leben in den beiden Weltkriegen lassen mussten.“ Woran er keinerlei Zweifel ließ: „Ich halte dieses Gedenken immer noch für bitter notwendig, denn wir haben zwar den Frieden geerbt, aber der Schrecken und die Tragik des Krieges sind zeitlos.“ Er erinnerte an die jüngsten Attentate in Deutschland – und daran, dass Faschisten erschreckend hohe Wahlergebnisse erzielen.

Monsignore Guido Assmann weiß, dass junge Menschen nichts können für die Kriege ihrer Vorfahren: „Aber die junge Generation hat die Verantwortung für das, was kommt.“ Die Kranzniederlegung am Ehrenmal begleiteten der Choralchor und der Bläserkreis der Neusser Musikschule. Zu der Gedenkfeier war auch Anton Moiseykin als Vertreter des Russischen Generalkonsulats in Bonn gekommen.

In Kaarst gab es am Sonntag ebenfalls eine Gedenkfeier. Nach der heiligen Messe in St. Aldegundis setzte sich der Zug Richtung Friedhofskapelle in Bewegung. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus betonte in ihrer Rede: „Heute stehen wir an einem Punkt, der rückblickend von entscheidender Bedeutung sein könnte. Wir stehen vor der Verantwortung, den millionenfachen Tod als dauerhafte Mahnung, als ewiges ,Nie wieder’ zu verteidigen.“ Im Anschluss fand die Kranzniederlegung an den Soldatengräbern statt.

(barni/jasi)
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