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Neuss: Volksbank erzielt Rekordergebnis

Neuss : Volksbank erzielt Rekordergebnis

Der Vorstand der Volksbank Düsseldorf Neuss war bei der Präsentation der Jahresbilanz 2010 gestern im Düsseldorfer Schlossturm besonders gut gelaunt. Der Grund: "Insgesamt erreichen wir mit einem Betriebsergebnis von 7,9 Millionen Euro erneut und sehr deutlich das das bislang beste Ergebnis unserer Geschichte", sagt Vorstandsmitglied Klaus Reh.

Im Einzelnen verzeichnet die Genossenschaftsbank ein Ergebnis vor Steuern von von rund vier Millionen Euro, das bedeutet ein Plus von über 35 Prozent. Der Jahresüberschuss nahm so um 4,4 Prozent auf 2,2 Millionen Euro zu. Ausschlaggebend für die guten Zahlen waren unter anderem Zuwächse im Provisionsgeschäft (+ 6,5 Prozent).

Parallel zum Ergebnis stieg auch die Mitgliederzahl. Zum achten Mal in Folge stieg die Mitgliederzahl um rund vier Prozent auf 20.714 – und liegt damit erstmals über der Marke von 20.000. Auch das Kundenvolumen wuchs um knapp neun Prozent auf 2,77 Milliarden Euro. Hier stach vor allem das Kreditgeschäft hervor, das um zwölf Prozentpunkte auf 1,67 Milliarden anstieg.

Während Prognosen führender Wirtschaftsinstitute ein positives Bild der allgemeinen Wirtschaftslage zeichnen, ist Vorstandssprecher Rainer Mellis vorsichtiger. "In Euphorie auszubrechen, halten wir für verfrüht", sagte Mellis. Die Stimmung unter den Kunden sei geteilt. Auf der einen Seite seien diejenigen, die aufgrund der Weltwirtschaftskrise auf konservative Anlageformen wie das Sparbuch setzen. Auf der anderen Seite gebe es aber auch Kunden, die deutlich stärker konsumieren würden.

Spätestens am 1. Juli soll es veränderte Öffnungszeiten in den Filialen geben. Einer Umfrage habe ergeben, so Mellis, dass der Beratungsbedarf am Nachmittag und frühen Abend besonders groß sei. Deshalb werde die Volksbank Montag bis Donnerstag künftig von 9 bis 18 Uhr öffnen. Freitags sollen die Filialen bis 13 Uhr geöffnet haben. "Damit reagieren wir auf den nachlassenden Beratungsbedarf am Freitagnachmittag", so Mellis. Online-Banking und das Automatenangebot blieben davon unberührt.

(NGZ)