1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Volksbank besetzt Aufsichtsrat neu

Neuss : Volksbank besetzt Aufsichtsrat neu

Die Volksbank Düsseldorf Neuss ist kerngesund. Zu diesem Ergebnis kam Rainer Mellis, Sprecher des Vorstandes, am Montagabend bei der elften ordentlichen Vertreterversammlung des Unternehmens in der Rheinterrasse Düsseldorf. Knapp 200 Vertreter, die inzwischen exakt 21 122 Mitglieder der genossenschaftlichen Bank repräsentieren, präsentierte Mellis ein konstant positives Geschäftsergebnis. Für den Bankenchef das Resultat "unserer nachhaltigen Geschäftspolitik".

Die Kunden, die Mitglied und damit in besonderer Weise auch am Erfolg der Bank beteiligt sind, merken das auch im Portemonnaie. Auf ihre Anteile zahlt die Bank eine Dividende von vier Prozent. Insgesamt schüttet die Volksbank dafür 635 429 Euro von ihrem Bilanzgewinn aus. Der mit 730 000 Euro etwas größere Teil des Gewinns wird einer Ergebnisrücklage zugeführt. Das Eigenkapital der Bank wächst damit auf 16,948 Millionen Euro und erfülle damit schon die nach der Finanzkrise verschärften Eigenkapitalanforderungen (Basel III). "Das sehen wir als vorbildlich an", sagt Mellis.

Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen des Aufsichtsrates gab es lediglich eine Veränderung. Hildegard Erwin (56), Witwe des verstorbenen Düsseldorfer Oberbürgermeisters Joachim Erwin und als gelernte Bankkauffrau vom Fach, wurde erstmals in den Aufsichtsrat gewählt. Sie nimmt den Platz von Manfred Rycken ein, der altersbedingt aus diesem Gremium ausscheiden musste. Hildegard Erwin hatte in den 1970er Jahren erfolgreich ihre Ausbildung bei dem Vorgängerinstitut der 2001 durch Fusion entstandenen Volksbank Düsseldorf-Neuss, der Wirtschaftsbank, absolviert. Zudem ist sie seit Jahrzehnten Mitglied ihrer Volksbank. Seit vielen Jahren ist sie als kaufmännische Angestellte bei Schüßler-Plan tätig. In ihren Ämtern wurden Wolfgang Betteray und Heinzgeorg Stöcker bestätigt. Stöcker, der gestern sein 70. Lebensjahr vollendete, bleibt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender neben Theodor Leuchten weiter in Führungsverantwortung.

Zum Schluss seiner mit Applaus bedachten Rede kam Mellis auch auf Veränderungen in der Bankenlandschaft zu sprechen. Auf die mögliche Zusammenarbeit der Raiffeisenbank Grevenbroich mit der Volksbank werde man zu gegebener Zeit entsprechend reagieren.

(NGZ)