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Neuss: Vier Mal "Hamlet" beim Shakespeare-Festival

Neuss : Vier Mal "Hamlet" beim Shakespeare-Festival

"Sein oder Nichtsein?" Für das Shakespeare-Festival im Globe stellt sich die Frage im 21. Jahr längst nicht mehr. Dass sie dennoch das vierwöchige internationale Theatertreffen vom 17. Juni bis 16. Juli bestimmt, liegt allein darin, dass "Hamlet" diese Frage gleich vier Mal stellen wird – auf englisch, deutsch und koreanisch.

Besonders spannend dürfte es werden, wie die Yohangza Theatre Company aus Seoul das Drama um den Dänenprinzen mit der eigenen Kultur verwebt.

15 Aufführungen in insgesamt 32 Veranstaltungen stehen auf dem Spielplan, der laut Festivalleiter Rainer Wiertz so ausfällt, wie er ihn schon gerne im Jubiläumsjahr 2010 gehabt hätte. Die Besucher, die nach einer Statistik des Kulturamtes aus 150 Städten stammen und in diesem Jahr die 200.000-Marke knacken werden, bekommen neben den "Hamlet"-Variationen auch die bunte Palette der Shakespeare-Komödien präsentiert (alle jeweils in ihrer Heimatsprache).

Das Théâtre Vidy Lausanne und die nur aus Männern bestehende Propeller Company aus Newbury zeigen die "Komödie der Irrungen"; das RLT "Viel Lärm um nichts" (RLT), die Globe Touring Company "As you lik it" und das Poetenpack "Was ihr wollt". Letztgenannte Inszenierung hat im Globe sogar ihre Premiere.

Duette und Arien aus Opernbearbeitungen von Shakespeare-Dramen bringen Elisabeth Watts, Stepehn Logs und Simon Lepper zu Gehör. Die Geschichte von "Macbeth" singt der Chor "Romeo & Julia Kören" aus Stockholm, der auch bei Viktorias Hochzeit aufgetreten ist und damit auch der erste Gast aus Schweden beim Globe-Festival ist. Alte Globe-Bekannte sind dagegen die die bremer shakespeare company und Patrick Spottiswood.

Zum ersten Mal überhaupt im Globe wird das Stück "Troilus und Cressida" gespielt – in einer Inszenierung der Berliner Hochschule "Ernst Busch". Mit Sebastian Koch steht ein bekannter Filmschauspieler ("Stauffenberg") auf der Globe-Bühne: Er kommt zusammen mit einem Kollegen vom englischen Globe und untersucht die Frage "Shakespeare – ein deutscher Dichter?" Den Schlusspunkt des Festivals setzt das blutigste Schauspiel aus Shakespeares Feder, "Richard III."

Karten (ab 1. April) und Programminfos gibt es unter www.shakespeare-festival.de.

(NGZ)