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Gnadental: Viele Nationalitäten, ein Verein: DJK Gnadental

Gnadental : Viele Nationalitäten, ein Verein: DJK Gnadental

Integration wird bei der DJK Gnadental groß geschrieben. Rund 50 Prozent der knapp 200 jugendlichen Kicker, die in insgesamt elf Mannschaften Fußball spielen, besitzen einen so genannten Migrationshintergrund.

„Unsere Mannschaften sind richtig fröhliche Multikulti-Teams“, erzählt Werner Boldt (61), der als Koordinator bei der DJK tätig ist, dabei achte der Verein darauf, dass sich keine Gemeinschaften bilden, in denen nur eine Nation vertreten ist. „Wir wollen die Integration“, sagt Boldt, „nicht die Ausgrenzung“.

Mit ihrem Konzept sieht sich die DJK Gnadental auf sehr gutem Weg. Viele ihrer jungen Spieler kommen auch aus dem benachbarten Erfttal rüber. Gute Trainer und ehrenamtliche Helfer - darunter auch wiederum viele Ausländer - kümmern sich um die elf Jugendteams. An der Spitze steht Jürgen Fells. Der ehemalige DJK-Vorsitzende engagiert sich heute als Chef der Jugendabteilung. Die feste Größe der Nachwuchsarbeit ist aber Rudi Michalsky.

Der Platzwart fungiert seit 22 Jahren als Jugend-Geschäftsführer. Michalsky ist ein Sportsmann, der als Radsportler auf nationaler Ebene große Erfolge feierte. Aber wie seine Brüder Manfred und Wolfgang, die für den TuS Grevenbroich bzw für den VfR Neuss spielten, ist auch Rudi Michalsky dem Fußball eng verbunden - und er hat offenbar ein „Händchen“, um mit den jungen Menschen um zugehen.

Für Werner Boldt ist die Jugendabteilung das Aushängeschild der DJK Gnadental: „Unsere Mannschaften schmücken uns, weil wir dort geglückte Integration erleben können.“ Doch der DJK-Koordinator verheimlicht nicht, dass der Verein auch stolz auf seine „Erste“ ist. Die wurde unter Trainer Dicky Otten Herbstmeister und spielt in der Kreisliga A um den Aufstieg mit.

Die Multikulti-Truppe der DJK Gnadental: 50 Prozent der knapp 200 jugendlichenFußballspieler haben eine Migrationsgeschichte - und verstehen sich prächtig.